Stadtbau plant nächsten Umzug
Aus dem Stadtteilzentrum wird Familienzentrum

In der städtebaulichen Studie ist die künftige Stadtbauzentrale (links) als L-förmiges Gebäude an der Leibnizstraße, zwischen Parkdeck Naabwiesen und Brücke über den Stadtmühlbach, vorgesehen. Skizze: 2-G-Architekten

Die Aufgabe im Stadtteil Stockerhut ist erfüllt. Die SGW Stadtbau bezog dort 2009 ihre neue Zentrale. Damit unterstrich sie, dass sich dieses Quartier positiv verändern sollte. Der Wandel gelang. Nun ist es für die größte Weidener Wohnungsbaugesellschaft Zeit, mit der Zentrale umzuziehen.

Diesmal gilt es nicht, einen sozialen Brennpunkt zu löschen. Dennoch wollen Aufsichtsratsvorsitzender OB Kurt Seggewiß und Geschäftsführer Günther Kamm erneut ein Zeichen setzen. Es geht zurück in die Stadt, an die Leibnizstraße und, besonders wichtig: ans Parkdeck Naabwiesen.

1600 Wohnungen


Die Bewirtschaftung der gut 1000 Parkplätze ist nämlich eine der Aufgaben, die die SGW-Stadtbau-Tochter WGS mit der Übernahme der Allee-Tiefgarage sowie der Parkdecks Friedrich-Ebert-Straße und Naabwiesen zu erfüllen hat. Hinzu kommt die Erledigung der Stadtentwicklungsaufgaben der WGS (z. B. Weidener Technologie-Campus). Auch das Kerngeschäft, die Wohnungswirtschaft der SGW, ist kräftig gewachsen. Verwaltete das Unternehmen 2010 noch 1100 Eigentumswohnungen, so sind es heute bereits 1600.

Die bisherige Zentrale im Stadtteilzentrum Stockerhut bleibt keineswegs verwaist. Es gebe "sehr interessante" Überlegungen, so OB Kurt Seggewiß, dort ein "Familienzentrum" der Stadt Weiden zu etablieren. Mit Parkplätzen, Park, Bürgersaal und Café Mitte seien wichtige Voraussetzungen vorhanden. Zusammen mit den frei werdenden Büroflächen im Obergeschoss ließen sich "sehr sinn- und reizvolle Symbiosen" entwickeln, betont Kamm.

Allein in den letzten Jahren wuchs die Stadtbauzentrale um sechs weitere Mitarbeiter. Die Stadtbau-Gruppe sei dringend auf zusätzliche Büroflächen angewiesen, die sich jedoch am bisherigen Standort nicht realisieren ließen. Die 2-G-Architekten, Sebastian Grundler und Martin Gebhardt, legten erste städtebauliche Studien vor, wie sich die benötigten 700 Quadratmeter Bürofläche zwischen der Brücke über den Stadtmühlbach und der Zufahrt Parkdeck schaffen lassen. Die SGW plant zudem Reserveflächen in einem dritten Geschoss ein.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung rechnen mit einem Investitionsvolumen zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro für die neue Stadtbauzentrale. Sie wollen schon im Sommer mit dem Bau starten. OB Kurt Seggewiß und Geschäftsführer Günther Kamm rechnen mit der relativ kurzen Bauzeit von einem Jahr.
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