Start in das neue Ausbildungsjahr im Oberpfälzer Handwerk
Stabile Ausbildungszahlen

Ein großes Lehrstellenangebot finden unter anderem angehende Kfz-Mechatroniker. Das Oberpfälzer Handwerk verzeichnet zum Beginn des Ausbildungsjahres ein stabiles Niveau der Lehrlingszahlen. Bild: hfz/: amh-online.de

Zum Start in das neue Ausbildungsjahr zeigt sich die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zufrieden: Bisher wurden in den Oberpfälzer Städten und Landkreisen 2331 neue Ausbildungsverträge unterzeichnet.

Mit lediglich 26 Verträgen weniger als 2015 sind die Ausbildungszahlen im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. "Hinsichtlich des demografischen Wandels ist das für die Region und das Handwerk eine sehr gute Nachricht", sagt Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer bieten die Handwerksbetriebe in der Oberpfalz noch 259 Lehrstellen und damit vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten quer durch alle Berufssparten an.

"Eine Lehre im Handwerk ermöglicht hervorragende Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten - und das in der Heimat.

Diese Chancen werden durch die Nachwuchskampagnen des bayerischen Handwerks, "Macher gesucht' und "Elternstolz', sowie durch die bundesweite Imagekampagne des deutschen Handwerks immer bekannter", so Schmidt.

Das stetige Engagement von Handwerkskammer, Betrieben und Verbänden, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern, zahle sich für alle aus.

In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im ostbayerischen Handwerk um rund 20 Prozent. "Fachkräfte im Oberpfälzer Handwerk sind heute gefragt wie selten zuvor", meint Schmidt.

"Für die Jugendlichen eröffnen sich somit sehr gute Chancen auf einen passenden Ausbildungsplatz. Zahlreiche Stellenangebote gibt es vor allem für Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatroniker, Metallbauer, Maurer und Zimmerer."

Dabei sind die Lehrstellen grundsätzlich für alle Zielgruppen und Talente offen. "Wer eine Handwerksausbildung macht, kann verschiedene Stufen der Karriereleiter erklimmen: den Gesellenabschluss, den Handwerksmeister, das selbstständige Unternehmertum oder den Betriebswirt.

Nicht umsonst steht der Handwerksmeister im Deutschen Qualifikationsrahmen auf einer Stufe mit dem Bachelorabschluss, der Betriebswirt ist dem Master gleichgestellt." Der Verdienst guter Handwerker sei oftmals sogar besser als der von Akademikern.

Die Handwerkskammer äußert sich über die Zukunft der Lehrstellensituation optimistisch: "Wir stellen fest, dass die berufliche Bildung wieder an Wertschätzung gewinnt. Auch können wir mit 32 Prozent einen steigenden Anteil an Lehrlingen mit mittlerer Reife verzeichnen, der Anteil der Abiturienten liegt bei über sieben Prozent", so erklärte Hans Schmidt weiter.

Man sei zuversichtlich, das aktuelle Niveau halten und ausbauen zu können. "Dazu müssen alle Akteure im Handwerk weiter für die guten Karrierechancen im Handwerk werben."
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