Stephan Korb berichtet bei „agenda 21“ über sein Projekt in Afrika - Weitere Hilfe zur ...
Sonnenstrom für Schule in Ghana

Umgeben von Waren vor allem aus den afrikanischen Ländern berichtete Stephan Korb (Dritter von rechts) beim "agenda"-Treffen im Weltladen über seinen Einsatz in Ghana. Bild: hfz

Vom Weltladen ging es hinaus in die Welt: Einen beeindruckenden Bericht von seinen Erlebnissen in Ghana gab Stephan Korb beim Treffen der "agenda 21". Der Ingenieur und Weidener Grünen-Vorsitzende war vergangenes Jahr in das afrikanische Land gereist. Dort hat der aus dem bayerischen Wald stammende Pfarrer Josef Renner (72) in der Provinz Chamba, im Norden des Landes, eine Schule aufgebaut, die zurzeit über 400 junge Afrikaner auf das Abitur vorbereitet.

Glocken läuten wieder


Zusammen mit seinem Kollegen Sven Wilhelm und zwei Studenten der Amberger OTH (beide Mitglieder der Organisation "Technik ohne Grenzen") wollte Korb auf den Dächern der "Holy Spirit Senior High School" Photovoltaik installieren. Unterstützt von einheimischen Kräften gelang es, innerhalb von zehn Tagen die Stromversorgung enorm zu verbessern, die Kirchenglocken gängig zu machen, ein PC-Mail-System zu installieren und die Satellitenanlage des Pfarrers wieder in Gang zu setzen. Außerdem waren sie es, die den wohl ersten Fehlerstromschutzschalter in dieser Region Afrikas angebracht haben.

Die Mitglieder der "agenda" erhielten zudem zahlreiche Eindrücke vom Leben in diesem Land und in dieser kleinen Gemeinschaft um Pfarrer Renner: Bilder zeigten die Schüler in ihren blauen Schuluniformen, gaben Einblicke in deren bescheidene Unterkunfts- und Klassenräume, den Unterricht, das oft einfache Leben in den Dörfern und auf den Märkten.

Nach der Präsentation diskutierten die Zuhörer über mögliche Patenschaften für Schüler und Lehrer, aber auch für das Projekt selbst: Korb trug etliche Ideen vor, die man unter dem Motto "Oberpfalz hilft Afrika" als Hilfe zur Selbsthilfe weiterentwickeln könnte. Pfarrer Renner wird im Mai zu einem Kurzbesuch in Deutschland sein. "agenda" will ihn auch nach Weiden holen, damit er sein Projekt einer größeren Anzahl von Leuten vorstellen kann.

Die Ehrenamtlichen von "agenda 21" treffen sich regelmäßig, meistens im Weltladen. Das nächste Mal am Donnerstag, 16. Juni. Angedacht sind dann gemeinsame Gespräche mit Greenpeace Weiden und Mitarbeitern der KAB zum Thema "Fair Trade City" und eventuellen anderen gemeinsamen Schwerpunktprojekten. Nähere Informationen bei Veit Wagner, Telefonnummer 0961/447 45, oder Simone Schaller, Telefonnummer 0961/381 00 56).
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