Superpreise für Schüler vom Elly-Heuss- und Kepler-Gymnasium
Mit Raketen und Geheimtinte

Vier kluge "Ellys": Beim Wettbewerb "Experimente antworten" staubten Anna Kneidl, Kathrin Ertl, Johanna Hartwig und Kathrin Herrmann Preise ab. Ministerialdirigent Walter Gremm gratulierte. Bild: hfz
 
Philipp Schwemin vom "Kepler" hat eine Menge Arbeit hinter sich. Aber die Mühe lohnte: Er gewann einen Superpreis. Bild: plue

Sie produzieren Seife aus Rosskastanien, bauen Eiswürfeltürme oder machen Tinte aus Tee. Und das auf geniale Weise. Mit Experimenten wie diesen gewinnen Nachwuchsforscher von Kepler- und Elly-Heuss-Gymnasium den Superpreis.

München/Weiden. 3400 Einsendungen von bayerischen Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 5 bis 10 gab es. Am Ende zählten beim naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb "Experimente antworten" nur 54 zu den Gewinnern des Superpreises. Vier davon reisten von Weidener Gymnasien zur Verleihung ins Deutsche Museum München. Philipp Schwemin vom Kepler-Gymnasium und die "Ellys" Anna Kneidl, Kathrin Ertl, Johanna Hartwig und Kathrin Herrmann.

"Erstaunliche Ergebnisse"


Die Gewinner hatte eine elfköpfige Jury bestimmt. Sie alle bekamen einen Laborgerätekasten und Lob von hoher Stelle: "Nur mit Hilfe von Alltagschemikalien und Geräten aus Apotheke, Drogerie und Baumarkt haben die Schülerinnen und Schüler selbstständig Experimente zu naturwissenschaftlichen Phänomenen durchgeführt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen", sagte Kultusminister Ludwig Spaenle. "Ob nun allein oder im Team: Der Schlüssel zum Erfolg in der Forschung sind neben viel Geduld, Kreativität und Konzentration eine große Portion Wissbegierde und natürlich Freude am Experimentieren."

Ministerialdirigent Walter Gremm betonte die Rolle der Eltern und Lehrer: "Sie fördern frühzeitig die Interessen der Kinder und Jugendlichen und ermuntern sie darin, weiter zu forschen, wenn Experimente auch manchmal nicht so klappen wie gewünscht und der Erfolg vorerst ausbleibt."

Die Teilnehmer hatten drei Wettbewerbsrunden absolviert. In der ersten stellten sie Seifenblasen aus Rosskastanien her. Anschließend experimentierten sie mit Tee und Eiswürfeln. Während jeder Runde lösten die Jugendlichen diverse Aufgaben.

"Alles sollte dokumentiert und fotografiert werden", erzählt Kepler-Sieger Philipp Schwemin. Der Sechstklässler überzeugte die Jury mit seinen brillanten Beschreibungen und Erklärungen der Experimente. Um zu gewinnen, musste in jeder Runde die Note 1 erzielt werden. Die Schüler durften spannende Experimente machen. So ließen sie Teebeutelraketen steigen, stellten Geheimtinte her oder beobachteten die Wirkung von Salz auf Eis. "Das war viel Arbeit, und die ganze Familie half mit." Phillip wird auch 2016/2017 wieder beim Wettbewerb antreten. Die neuen Aufgaben liegen schon bei ihm zu Hause bereit. Vielleicht wiederholt er dann ja seinen Erfolg. Anna Kneidl von der 6c des Elly-Heuss-Gymnasiums ist das heuer bereits gelungen. Sie gewinnt schon zum zweiten Mal. Die Gymnasiastin überzeugte mit farbenfrohen Experimenten. "An Märchen von Aschenbrödel erinnerte uns dann sowohl die Teemischung, als auch die äußerst anschauliche Teilchenmodell", hieß es seitens der Jury.

Ungewöhnliches Werkzeug


Ihre Klassenkameradinnen Kathrin Ertl, Johanna Hartwig und Kathrin Herrmann freuten sich ebenfalls über eine Auszeichnung. Unter anderem bereiteten sie Kiwi-Sorbets zu und bewiesen fiel Einfallsreichtum in der Auswahl von Gerätschaften: Mit einer Parmesanreibe haben sie Späne einer Stearinkerze abgerieben.
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