"Tag der offenen Tür" von Bevölkerung überwältigend angenommen
Zehntausende in Kaserne

Beim "Tag der offenen Tür" in der Ostmark-Kaserne präsentierten die Bundeswehrsoldaten unter Leitung von Oberstleutnant Christian Kiesel (links) unter anderem Einsatzgeräte. Auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß informierte sich. Bild: Kunz
  Weiden in der Oberpfalz: Ostmarkkaserne |

Wie riesige Elefanten halten zwei Panzerhaubitzen den Besuchermassen an ihren "Rüsseln" ein Plakat entgegen: "Herzlich willkommen!" Die Ostmarkkaserne öffnete am Sonntag ihre breiten Tore - und mehr als 10 000 Menschen nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Bundeswehr zu werfen.

Luftballons und Volksfeststimmung auf dem Kasernengelände. Dort arbeiten normalerweise über 1000 Soldaten, auch am "Tag der offenen Tür" taten Hunderte Dienst. Die gewaltigen Kampfmaschinen hatten es besonders den Kindern angetan, die auf den "Leopard" kletterten und einen Blick ins Innere eines Raketenwerfers tätigen konnten. Die Soldaten erklärten ihnen bereitwillig die Funktion der Systeme. Wer Lust und Zeit hatte sich in die Schlange zu stellen, der durfte sich im Schützenpanzer "Marder" oder im Transportpanzer "Fuchs" PS-stark durch den Rasen wühlen.



Den Besuchertag eröffneten Militärgeistliche mit einem Feldgottesdienst. Den ganzen Tag über gab es Brotzeiten. Der Sani-Bereich zeigte sein Erste-Hilfe-Zelt. Die Kleiderkammer eine Modenschau. Besonders anziehend fanden die Gäste die große Waffenschau, bei der sich Panzerfahrzeuge gefechtsmäßig gegenüberstanden.

Es sollte ein Dankeschön der Soldaten vom Artilleriebataillon 131 an all diejenigen sein, welche die in der Ostmark-Kaserne neu stationierten Truppenteile so herzlich aufgenommen hätten, betonte Oberstleutnant Christian Kiesel, Kommandeur des Artilleriebataillons 131. Sein herzliches "Vergelt's Gott" richtete sich an die Bürger der Stadt aber auch an alle Oberpfälzer. "Wir erfahren große Unterstützung."

Der erste "Tag der offenen Tür" seit Bezug der Kaserne durch die Artillerie war ein Bombenerfolg - im positiven Sinne. Im Mittelpunkt stand eine statische Waffenschau, bei der Besucher alle Waffensysteme unter die Lupe nehmen konnten, die am Standort Weiden stationiert sind. "Heute präsentiert sich nicht nur das Artilleriebataillon, sondern auch die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 122 und Teile des Sanitätsversorgungszentrums, die uns jeden Tag aufs Beste hier versorgen", berichtete Kiesel.

Bereits am Vortag informierten sich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und geladene Gäste über das Waffenarsenal in der Kaserne. Rathauschef und Kommandeur unterstrichen ihre gute Zusammenarbeit. Ferner entsprach Seggewiß dem Wunsch des Standortältesten, möglicherweise in Bälde den wunderschönen Saal des Alten Rathauses für einen Offiziersabend nutzen zu dürfen.

Tief beeindruckt zeigten sich die Honoratioren der Stadt von der Vielfalt des Aufgabengebietes, vor allem von den dynamischen Waffensystemen, die ihnen im nördlichen Teil des Kasernengeländes vorgeführt wurden. Dort demonstrierten Bundeswehr-Experten unter lautem Motorengeheul Zusammenhänge und Aktionsradius der Artillerie auf dem Gefechtsfeld.

Die beiden Hauptwaffensysteme der Weidener Artillerie sind die Panzerhaubitze 2000, das modernste Artilleriewaffensystem der Welt mit einer zielgenauen Reichweite von 40 Kilometern sowie der Raketenwerfer "Mars", der Ziele noch in einer Entfernung von 84 Kilometern punktgenau bekämpfen kann.

Vertreten waren natürlich auch viele Vereine, wie die Artillerie-Kameradschaft 105er. Auf der "Blaulicht-Meile" präsentierten sich die öffentlichen Sicherheitsorgane wie Feuerwehr, THW und Polizei. Im Karrieremobil konnten sich jugendliche Interessierte über das breit gesteckte Berufsbild des Soldaten informieren. Ferner kümmerten sich über 800 Soldatinnen und Soldaten um den Wissensdurst der Bürger und die Bewirtung der Besucher, bis hin zum berühmten Erbseneintopf.
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4 Kommentare
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Wolfgang Göldner aus Weiden in der Oberpfalz | 20.06.2016 | 13:23  
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Wolfgang Göldner aus Weiden in der Oberpfalz | 20.06.2016 | 13:24  
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Roderich Schmidt aus Regensburg | 20.06.2016 | 18:05  
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Wolfgang Göldner aus Weiden in der Oberpfalz | 21.06.2016 | 07:33  
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