Telefonaktion von Oberpfalz Medien
Depression im Berufsleben

Die drei Experten (von links) Martin Golliniski (09621/306-181), Martin Schmid (09621/306-133) und Katharina Mainka (09621/306-223) stehen am Mittwoch zur Telefonsprechstunde zur Verfügung.

Amberg/Weiden. Es geht an die Substanz, es geht um die Gesundheit: Depression im Berufsleben ist weit verbreitet. Oberpfalz Medien bieten zum Thema am Mittwoch, 9. November, von 17 bis 19 Uhr eine Telefon-Sprechstunde mit drei Experten aus der Region an.

In Anlehnung an die Initiative des bayerischen Gesundheitsministeriums "Bitte störe mich" hat sich der Integrationsfachdienst Oberpfalz in Kooperation mit dem Sozialpsychiatrischen Zentrum Amberg entschlossen, die erfolgreiche und bereits zum sechsten Mal stattfindende Telefonsprechstunde diesem Thema zu widmen. Die Initiative hat es sich zum Ziel gemacht, die Bevölkerung über die Erkrankungssymptome zu informieren und die Angst vor einem aktiven Zugehen auf Mitmenschen mit Depressionen zu nehmen.

Mit den Worten: "Jeder von uns kann aktiv dazu beitragen, depressiven Menschen zu helfen, aus der großen Einsamkeit herauszufinden. Indem wir sie nicht alleine lassen, sondern sie - im positiven Sinne - stören und immer wieder den Kontakt zu ihnen suchen.", soll auf die Dringlichkeit des aktiven Handels hingewiesen werden. Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen oder affektive Störungen laut Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein. Im Beruf kommt oft eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit der erkrankten Mitarbeiter zum Tragen, die nicht selten hohe Fehlerquoten und vermindertes Durchhaltevermögen zufolge hat.

Die Zunahme der psychischen Erkrankungen im Berufsleben zeigt sich auch in den Klientenzahlen der beiden beratenden Dienste; bei über der Hälfte der Hilfesuchenden ist dies die Kernproblematik. Dabei fällt auf, dass Frauen häufiger und früher als Männer die Unterstützung von ambulanten Hilfsangeboten in Anspruch nehmen.

Betroffene berichten, aus Angst vor negativen Konsequenzen oder sogar Arbeitsplatzverlust den offenen Dialog zu meiden und gehen trotz Erkrankung weiter ihrer Beschäftigung nach. Die Belastung steigt, Überforderung macht sich breit, Fehler häufen sich - ein Teufelskreislauf. Hier setzt die Telefonsprechstunde am Mittwoch an. Ziel ist es, offen und anonym ins Gespräch zu kommen und soweit möglich Fragen zu beantworten und über professionelle Hilfsangebote in der Region zu informieren.

Unsere Berater sind Diplom-Sozialpädagogen und können nach Schwerpunkten und Einsatzorten unterschieden werden. Für Arbeitnehmer steht im Bereich Amberg Katharina Mainka unter der Rufnummer 09621/306-223 zur Verfügung. Arbeitsuchende aus der Region Amberg und Amberg-Sulzbach können sich an Martin Golinski unter der 09621/306-181 wenden. Martin Schmid, zuständig für Beschäftigte in Weiden sowie den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt/WN, erreichen Sie unter 09621/306-133.
1 Kommentar
7
Manfred Sölkner aus Breitenbrunn | 09.11.2016 | 10:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.