Thomas Albert leitet jetzt Fischereiverein Weiden
Neuer Vorsitzender beißt an

Neuer Vorsitzender ist Thomas Albert (stehend, Vierter von rechts). Er löst beim Fischereiverein damit Karl Heinz Albert (rechts) ab. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Patrick Sasse (stehend, Dritter von links). Auch bei weiteren Posten im Vorstand ergaben sich Veränderungen. Bild: Kunz

Thomas Albert hat angebissen: Er ist der neue Vorsitzende des Fischereivereins Weiden. Sein Vorgänger Karl Heinz Albert und dessen Stellvertreter Bernhard Schlamminger traten nach drei Jahren an der Vereinsspitze in die zweite Reihe zurück.

(uz) In seinem Jahresrückblick ging Karl Heinz Albert auch auf Äußerungen ein, die ihm zu Ohren gekommen waren. Demnach hätten zwei, drei Mitglieder gesagt, "diese alten Deppen müssen weg". Karl Heinz Albert hielt dagegen: "Meine Vorstandskollegen und ich fühlen uns nicht alt, geschweige denn als alte Deppen." Er und sein Stellvertreter Bernhard Schlamminger kandidierten letztlich auch erfolgreich für die Wahl zum Schatzmeister bzw. Schriftführer. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Patrick Sasse.

Das abgelaufene Jahr bezeichnete Karl Heinz Albert in seinem Rechenschaftsbericht als eines der "leichteren". Man sei auf bestem Wege. Die Pachten seien auf Jahrzehnte erledigt, und der Besatz habe wieder gesteigert werden können. Bei der Versammlung im Postkellersaal unterstrich der Vorsitzende aber, dass die Finanzen besser sein könnten. Beschlüsse des Gremiums trage er gerne mit, sagte Albert. Denn ein arbeitsreiches Vereinsleben könne nur gemeinsam gemeistert werden.

Die Fließgewässer und die Gruppe in Au seien bis 2034 gesichert, die Grube in Mantel bis 2024. Etzenricht, noch bis 2017 unter Vertrag, stehe derzeit zur Verhandlung. "Leider geben andere Vereine und Privatpersonen keine Ruhe, uns dieses Traumgewässer abspenstig zu machen." Dank Teichwart Richard Nimmerjahn würden die drei Teiche der vereinseigenen Anlage jährlich mit Karpfen im Wert von bis zu 8000 Euro besetzt.

Leider stehe es manchmal um die Sauberkeit an den Gewässern nicht zum Besten. Das gleiche gelte für Feuerstellen, die Albert als "Schandflecke" bezeichnete. "Diejenigen, die diesen Dreck verursachen, sind nicht nur Badegäste und Gastangler." Deshalb der Appell: "Haltet die Gewässer sauber!" Derzeit verrichten 19 Fischereiaufseher ihren nicht immer leichten Job. Sie opferten Freizeit und eigenes Geld in Form von Benzinkosten. Obmann Gerhard Lederer und einige Mitglieder machten immer wieder deutlich, dass zu wenige Kontrollen durchgeführt würden. "Da muss sich dringend was ändern." In Mantel habe man zwei Personen beim Schwarzfischen erwischt. In einer Kiesgrube in Weiherhammer habe man sogar ein Stellnetz von 50 Metern Länge entdeckt.

Jetzt 428 Mitglieder


Der Verein zählt 428 Mitglieder, davon 17 Jugendliche. Albert erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen. Höhepunkt seien wieder das Fischerfest und die dreitägige Ferienaktion am Auweiher gewesen. Auch 2016 werde wieder ein Fischerkurs durchgeführt. Die Vereinsgewässer wurden mit Karpfen, Schleien, Bachforellen, Bachsaiblingen, Regenforellen, Giebel, Brachsen, Zander, Hechten, Farmaalen, Graskarpfen, Rutten, Nerflingen und Nasen besetzt.

Dank galt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, allen Unterstützern und den Verpächtern, die ihm in der Vergangenheit großes Vertrauen entgegengebracht hätten. SPD-Stadträtin Dr. Sema Tasali Stoll überbrachte auch die Grüße der anwesenden Kollegen von CSU, FDP und Grünen. Günther Magerl sprach für den Heimatring.

Die neue Vorstandschaft: Vorsitzender Thomas Albert, Stellvertreter Patrick Sasse, 1. Kassier Karl Heinz Albert, 2. Kassier Natalia Dippl, 1. Schriftführer Bernhard Schlamminger, 2. Schriftführer Christoph Schröder, Beisitzer Gerhard Lederer, Alfons Heidingsfelder, Robert Pöll, Richard Nimmerjahn, Johann Frischholz, Manja Reich, Lars Böttger und Thomas Maier.

EhrungenFür 50-jährige Treue zum Fischereiverein Weiden geehrt wurden Robert Bruckner, Renate Senfft, Hans-Jürgen Solfrank, und Hildegard Prem. Für 40 Jahre : Ernst Gollwitzer. Für 25 Jahre : Heino Hentschel, Hans-Erich Jenke und Silke Wurzer.
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