Trachtler im Gebiet Nord des Oberpfälzer Gauverbands ziehen Bilanz
"Des san halt einfach mir"

Die Vorstände von neun Trachtenvereinen begrüßt Wilhelm Binner (Mitte) in Weiden. Bei den Neuwahlen gibt es kaum Veränderungen. Nach 24 Jahren muss allerdings Gebietskassier Josef Schmidkonz (Vierter von rechts) ausscheiden. Bild: hcz

Sie pflegen Oberpfälzer und bayerische Traditionen. Stolz und sichtbar. Schade nur, dass die Trachtenvereine immer weniger werden.

Die Vorstände der neun Trachtenvereine im Gebiet Nord des Oberpfälzer Gauverbands trafen sich in der "Almhütte" des Gebirgstrachtenvereins "Almrausch". 1044 Mitglieder zähle man im Gebiet Nord noch, nachdem der Trachtenverein Kirchenthumbach ausgeschieden sei, berichtete Wilhelm Binner (Weiden), Gebietsvertreter Nord. Er begrüßte die Vertreter des Stiftländer Heimatvereins Mitterteich, des Heimat- und Trachtenvereins Neustadt/WN, des Gebirgstrachtenvereins "Goldbachtaler" aus Ölbrunn, der "Werdenfelser" und vom "Almrausch" aus Tirschenreuth, der "Haidnaabtaler" Trabitz, der "Waldnaabtaler" Windischeschenbach sowie der "Altbairischen" und des Gebirgstrachtenvereins "Almrausch".

Zeltlager als Höhepunkt


Gebietsjugendleiter Florian Busl (Tirschenreuth) berichtete vom Jugendzeltlager, das heuer im Weidener Stadtbad stattgefunden habe und der Höhepunkt gewesen sei. Busl dankte der Stadt Weiden. Das nächste Jugendlager werde in Painten, dem südwestlichsten Zipfel des Gebiets, abgehalten. 8000 Besucher im Internet habe ein "spontanes" Tanztreffen der Gaujugend in Regensburg angelockt, an dem sich 50 Paare beteiligt hatten.

Gebietsvortänzerin und Gebietsdirndlvertreterin Christa Binner ließ über ihren Mann Wilhelm ausrichten, dass sie mit allen Vereinen im Gebiet sehr zufrieden sei, was Sauberkeit und Ordentlichkeit der Trachten angehe. Im Winter werde man gemeinsam Wadenstrümpfe und Stutzer stricken. Hilfe von den "Werdenfelsern" sei bereits zugesagt. Bei den Tanzproben wünsche sie sich mehr Beteiligung, besonders der Kinder und der Jugendlichen, so Binner.

Gebietsschriftführer Wolfgang Gmeiner ("Almrausch" Weiden) trug den Bericht von Gebietsvorplattler Rudi Bauernfeind vor, der zurzeit beruflich verhindert ist. Die Aktivitäten der Plattler leiden ein wenig unter seiner Abwesenheit. Gebietskassier Josef Schmidkonz (Tirschenreuth) trug letztmals den Kassenbericht vor. 24 Jahre lang hatte er diesen erstellt. Künftig überrnimmt der Gauverband die Kassenführung.

Wilhelm Binner dankte Schmidkonz sowie den Revisoren Max Zandt und Wilhelm Busl mit kleinen Geschenken. Binners eigener Bericht listete Gebiets- und Gautanzproben, den Gauball in Forsthof, eine "besinnliche Stunde" in Neuhaus, die Trachtenwallfahrt in Neualbenreuth, Musikantentreffen sowie zahlreiche Sitzungen, Seminare und Besprechungen auf.

In Ämtern bestätigt


Die Neuwahlen bestätigten alle Amtsinhaber in ihren Posten. Stadtrat Stephan Gollwitzer überbrachte die Grüße von OB Kurt Seggewiß. Tradition und Brauch zu erhalten, sei "schwer, aber umso wichtiger", betonte er. Die oftmals kritisierten Oberpfälzer Eigenarten kommentierte Gollwitzer: "Des san halt einfach mir." Stadtrat Hans Forster bedauerte, dass das Interesse der Jugend an der Trachtenbewegung nachlasse. Dies sei leider in allen Bereichen zu beobachten, so der Ehrenamtsbeauftragte eines großen Sportvereins.
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