Tulpen und Tomaten-Bruschetta

Vor 30 Jahren initiierte Kreisbäuerin Barbara Hanauer (Mitte) die erste Staudenbörse. Diesmal wählte sie als neuen Veranstaltungsort den "Müllner-Hof" in Schwarzach.
 
Tulpenzwiebeln in allen Variationen: Gabi Gilchs Sortiment war gefragt. Bilder: Götz (2)

Wer hat's erfunden? Nicht "Ricola", sondern BBV-Kreisbäuerin Barbara Hanauer. Seit 30 Jahren organisiert sie die Staudenbörse der Landfrauen. Das Interesse ist ungebrochen. Der spezielle "Hanauer-Mix" kommt an.

Nur Stauden alleine - das ist zu wenig. Barbara Hanauer kombiniert die Veranstaltung - immer am Dienstag nach der Allerweltskirchweih - mit einem Vortrag und Kaffeerunde. Nachdem bisher die "Alte Linde" in Mitterauerbach Anlaufpunkt war, bauten die Landfrauen die Stände erstmals im "Müllner-Hof" in Schwarzach auf.

Zum "verwildern"


Gabi Gilchs Zwiebelknollen sind immer der Renner. Tulpen, Narzissen, Osterglocken, Krokusse und Anemonen waren im Angebot - alle zum "verwildern": Will heißen, dass sie sich üppig ausbreiten und vermehren. Da liebäugelte die "Black John" mit der "Pink Impression". Gerne griffen die Käuferinnen auch zu "Summer Drummer". Tipps wurden gratis mitgeliefert: Also die Zwiebeln nicht vereinzelt, sondern "im Nest" pflanzen. Wer das ganze Jahr über blühende Inseln haben möchte, sollte die Abfolge beachten: Zuerst spitzen Schneeglöckchen aus der Erde, dann folgen Winterlinge, Krokusse, Hyazinthen, frühe Tulpen, die ersten Narzissen. Brigitte Stangl aus Raffach hatte gleich ihre Freundinnen aus Regensburg mitgebracht, denn "diese Qualität gibt es nur hier". Gabi Gilch hat ihr Faible für Tulpen entdeckt, als sie mit ihrer Familie einige Jahre in Holland lebte. Sie kennt die Händler persönlich.

Daneben wurden Stauden angeliefert. Im Garten werden sie oft zu üppig und junge Frauen, die gerade einen Garten anlegen, können sie gut verwenden. Andrea Fischer aus Schwarzenfeld hatte Duftveilchen und Astern abgestochen. Sie verschenkte auch Lenzrosen. "Sie blühen bereits im März, da bekommt meine Freundin immer einen Geburtstagsstrauß."

Wie soll ein Bauerngarten aussehen? Nach Barbara Hanauers Geschmack ist das ein Garten mit Gemüsebeeten in der Mitte und vielen Blumen drum herum. Doch Geschmäcker sind verschieden. Hanauer sieht den Vorteil der Börse darin, dass standortgerechte Stauden in ihrer ganzen Vielfalt in Angebot sind: Phlox, Dahlien, Sonnenhut, Gladiolen, Herzstöckerl oder Herbstastern.

"Bunt ist gesund"


Die Kreisbäuerin freute sich, dass so viele Frauen - über 80 - in den Müllner-Hof kamen. Buchautorin Markusine Guthjahr ist eben ein Zugpferd. Sie setzte ihren Vortrags-Schwerpunkt auf regionales Obst und Gemüse. Im Winter sind Zwiebeln, Kraut, Meerrettich und Kressearten das A und O. Damit wird das Immunsystem gestärkt. Geklopfte Krautblätter ums Knie gewickelt wirken übrigens entzündungshemmend. Und bei der Zusammensetzung der Gemüse - ob Zucchini, Tomaten oder Paprika - müsse man sich nur eines merken: "Bunt ist gesund". Dafür sorgen die "sekundären Pflanzenstoffe". Markusine Guthjahr hatte auch Rezepte mitgebracht: Zucchini-Kuchen oder Tomaten-Bruschetta machten Appetit.

Zucchini-KuchenZutaten: 250 g Zucker, 200 ml Raps- oder Sonnenblumenöl, 3 Eier, 2 TL Zimt, eine Prise Salz, 3 TL Backpulver, 500 g Mehl, 2 Päckchen Vanillezucker, 500 g geraspelte Zucchini, 200 g Rosinen, 100 g gemahlene Mandeln.

Zubereitung: Eier und Zucker schaumig rühren, Öl dazugeben, Mehl mit Backpulver sieben. Aus allen Zutaten einen Teig kneten, in zwei gefettete Kastenformen füllen, bei 170 Grad 60 bis 70 Minuten backen. Aus der Form nehmen und erkalten lassen. Mit Puderzucker bestreuen oder mit Schokoglasur überziehen.
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