Umsteigen kaum möglich
Stadtbus kann neue Bahn-Haltestellen nicht anfahren

Wolfgang Wies

Bei der jährlichen Pressekonferenz zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geht es in erster Linie um den Stadtlinienverkehr und die Anzahl der Fahrgäste in den Bussen. In diesem Jahr war das nicht viel anders. Doch überraschend kam auch die Bahn zum Zug.

So berichtete der bei der Stadt für den ÖPNV verantwortliche Rechtsdezernent Hermann Hubman von Forderungen, im Zuge einer veränderten Nutzung des Naabwiesenplatzes den ZOB zum Bahnhof zu verlegen. Er könne sich allenfalls eine Umsetzung von der Nord- zur Südseite gegenüber dem Medienhaus "Der neue Tag" vorstellen. "Aber nicht weiter weg." Hubmann erinnerte daran, dass man sich vor 30 Jahren viele Gedanken über den Standort des ZOB gemacht habe. "Wo wollen die Leute hin?" Jetzt sei die Lage in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt, zu den beiden Realschulen und zum Elly-Heuss-Gymnasium. Stadtlinienbetreiber Wolfgang Wies betonte, dass der ZOB genau im Zentrum der Linien liege und perfekt auf den 15-Minuten-Takt abgestimmt sei.

Thema waren auch die am Weidingweg und am Hammerweg geplanten zusätzlichen Bahnhöfe. Nach Informationen Hubmanns lässt sich der Standort am Rehbühl nicht verwirklichen. Es passt kein Standort. Aber auch mit der Hammerweg-Lösung am Ulmenweg kann sich Wies nicht anfreunden. Der Standort könne nicht an die Linie 1 angebunden werden. Um den Takt zu halten, müsste ein zusätzlicher Bus eingesetzt werden. "Das kommt zu teuer."

Barrierefreie Haltestellen


Wies verweist ferner auf Investitionskosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Das Geld könnte er gut für den barrierefreien Umbau von 170 Haltestellen im Stadtgebiet brauchen. Bisher entsprechen nur 7 den Vorstellungen von Ministerpräsident Horst Seehofer. "Der will Bayern bis 2022 barrierefrei haben."

Das Geld könnte ich gut für den barrierefreien Umbau von 170 Haltestellen im Stadtgebiet brauchen.Wolfgang Wies zur 2,5-Millionen-Investition in zwei neue Bahn-Haltestellen
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