Unternehmerfamilie verspricht Großspende
St. Sebastian ist gerettet

Die Spitze des Fördervereins "Rettet St. Sebastian", Falk Knies (links) und Vorsitzender Karl Arnold, strahlt. Eine versprochene Großspende bringt sie ihrem Ziel ganz nahe. 2017 kann St. Sebastian saniert werden. Bild: Wieder

Plötzlich ist der Förderverein "Rettet St. Sebastian" zwei große Sorgen los: Eine Unternehmerfamilie aus dem Weidener Umland sagt für die Restfinanzierung der Generalsanierung einen fünfstelligen Betrag zu. Und innerhalb der Pfarrei glätten sich die Wogen.

Nach einem Gespräch mit Fördervereinsbeirat Hans Kaltenecker versprachen Stadtpfarrer Markus Schmid und Kirchenpfleger Karl Süß, noch im Herbst alle nötigen Förderanträge zu stellen. Im September wollen Förderverein und Stadtpfarrer gemeinsam die nötigen Maßnahmen für die Generalsanierung der Öffentlichkeit vorstellen. "Wir marschieren gemeinsam", betonten am Montag Fördervereinsvorsitzender Karl Arnold und sein Stellvertreter Falk Knies

Gutes Miteinander


Die Vorfälle um Alt-Mesner Werner Wilzek und Pfarrer i. R. Egid Mühlbauer, die Stadtpfarrer Schmid von der Mitarbeit in der Pfarrei entband, die aber zugleich Beiräte im Förderverein sind, hätten in der Pfarrei für Verunsicherung gesorgt, bestätigt Arnold. Die Situation sei unübersichtlich. Die Bereitschaft der Pfarrangehörigen, dem Förderverein beizutreten, sei weiterhin hoch, wenngleich die "Vorgänge" in der Pfarrei für Verunsicherung gesorgt hätten. Dem Förderverein sei am guten Miteinander mit dem Stadtpfarrer gelegen.

Der Förderverein "Rettet St. Sebastian", am 24. April 2015 gegründet, konnte bisher über 160 Mitglieder gewinnen. Mitgliedsbeiträge, Spenden (auch aus Übersee) und die Erlöse der zahlreichen Aktionen ergaben eine Summe 74 000 Euro. Damit ist der Grundstein gelegt, um die Generalsanierung anlaufen zu lassen. "Wir sind auf der Zielgeraden, aber noch nicht am Ziel", erklärte Falk Knies. Es fehlt - auch nach der Mitte September erwarteten Großspende - immer noch ein beträchtlicher Betrag, um auch unvorhergesehene Ausgaben bei der Sanierung finanzieren zu können. Deshalb lade der Verein am 26. November zum Konzert nach St. Sebastian. "Wer schon mal saniert hat, weiß, dass es zu Überraschungen kommt", erläuterte Vorsitzender Karl Arnold. Der Schreinermeister war jahrelang auch Kreishandwerksmeister. Da St. Sebastian nicht nur Schul- und Hochzeitskirche, sondern auch Handwerkerkirche ist, erwartet er von den Berufskollegen ein "besonderes Engagement".

Im Herbst und Winter sollen die Anträge gestellt und genehmigt, die Aufträge ausgeschrieben und vergeben werden, so dass im Frühjahr die "längst überfällige" Generalsanierung beginnen kann. Die umfangreichen Reparaturen (vom Dach bis zum Fundament) werden ein gutes Jahr in Anspruch nehmen. Vordringliches Ziel ist es dabei, den Dachstuhl, der bei früheren "Instandsetzungen" und Umbauten gelitten hat, wieder in Ordnung zu bringen. Dabei muss dem Fuß des Gebälks ein Stahl-Ring-Anker verpasst werden.

660 000 Euro für die GeneralsanierungAuf 660 000 Euro ist die Generalsanierung von St. Sebastian veranschlagt. Werden alle eingereichten Förderanträge rechtzeitig bewilligt, starten im Frühjahr die Arbeiten.

"Wir hoffen, dass wir rechtzeitig die richtigen Handwerker bekommen", meint Karl Arnold, Vorsitzender des Fördervereins "Rettet St. Sebastian" .

45 Prozent der Kosten wird die Diözese tragen. Das Landesamt für Denkmalpflege hat 50 000 Euro zugesagt, 31 500 Euro die Bayerische Landesstiftung. Bereits mehrfach hat der Bezirk seine Unterstützung zugesichert. Den Knoten löst nun die Großspende einer Unternehmerfamilie aus dem Weidener Umland. "Es ist immer schön, erfahren zu dürfen, wie eng viele Weidener sich mit dem Kirchlein verbunden fühlen. St. Sebastian ist für sie etwas besonderes. Und so soll es auch bleiben", betont Arnold. (wd)
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