Unterstützung für junge Migranten und leistungsschwache Deutsche
Hilfe beim Start in den Beruf

Roxana Gürtler. Bild: Götz

Wenn es gut läuft, profitieren am Ende alle: die Jugendlichen, die sich sonst schwergetan hätten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Aber auch die Unternehmen, die Nachwuchs gewinnen. Wer beide Seiten zusammenbringt, das wollte der Integrationsbeirat genauer wissen.

Eine Ausbildung, sagt Roxana Gürtler, sei oft "der Schlüssel für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben". Nur: Was, wenn es schon vor dem Start hapert? Was, wenn Jugendliche mit Migrationshintergrund oder auch leistungsschwächere Deutsche Hilfe brauchen beim Übergang von der Schule in den Beruf? Dann können sie sich an Gürtler wenden. Die Diplom-Pädagogin ist Ausbildungsakquisiteurin. Das heißt: Sie unterstützt, damit der Übergang gelingt. Wie genau, das erläuterte sie dem Integrationsbeirat in seiner jüngsten Sitzung.

Zu Gürtler kommen Jugendliche, die Schwierigkeiten in der Schule haben und nicht wissen, was der richtige Beruf für sie sein könnte. Oder junge Leute mit Migrationshintergrund, die - wie oft auch ihre Eltern - das deutsche Berufsausbildungssystem nicht kennen.

Dazu gesellen sich oft grundsätzliche Probleme. "Ich habe oft Teilnehmer, die nie in ihrem Leben eine Bewerbung geschrieben haben", berichtet Gürtler. Oder aber die Unterlagen sind gut, die Klienten wissen jedoch nicht, wie sie sich im Bewerbungsgespräch bestmöglich präsentieren.

Gürtler hilft dabei in jedem Fall individuell. Ebenso wie bei der Frage, welcher Beruf für die jungen Leute infrage kommt. Hier hätten die Jugendlichen oft keine Ideen - oder unrealistische Vorstellungen. Teils seien es auch die Eltern, die sich für ihr Kind Karrieren in den Kopf gesetzt haben, die kaum geeignet sind. Auf Wunsch spricht Gürtler auch mit ihnen.

Die Pädagogin arbeitet dabei nicht allein. Sie kooperiert mit Schulen und anderen Akteuren wie Arbeitsagentur oder Kommunen und Kammern. Und natürlich mit Betrieben. Ziel ist schließlich, dass die Jugendlichen dort Ausbildungsplätze oder Plätze im Übergangssystem finden. Gürtler wird deshalb auch oft selbst bei Betrieben vorstellig. Die Reaktionen, berichtet sie, sind gemischt.

Natürlich gebe es häufig Skepsis, Ablehnung. Aber ebenso oft komme auch das Gegenteil vor. Gerade im Handwerk, wo Nachwuchs rar ist. Zumal die Firmen sich darauf verlassen können, das die Akquisiteurin ihnen Bewerber präsentiert, die dank der Vorgespräche für die jeweiligen Stellen gut passen könnten. Bereuen müssten die Firmen ihre Offenheit nicht unbedingt, sagt Gürtler. Die Jugendlichen mögen bei vielen als schwierig gelten. "Aber oft steckt wahnsinnig viel Potenzial in ihnen."

KontaktDie Ausblidungsakquisiteurin Roxana Gürtler ist beim Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft in Weiden (Stockerhutweg 46a/b) angesiedelt. Die Mittel für ihre Tätigkeit stammen vom Bayerischen Arbeitsministerium. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst den Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden (Weiden und die Kreise Neustadt/WN und Tirschenreuth). Gürtlers Beratung ist kostenlos. Eine schriftliche Anmeldung ist nicht nötig, Terminvereinbarung per Telefon oder E-Mail genügt.

Genauso freut sich Gürtler übrigens auch über Firmen, die sich bei ihr melden, weil sie Nachwuchs suchen. Gürtler ist erreichbar unter 0961/38948-37 oder per E-Mail an guertler-roxana@wen.bfz.de
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