Urbane Nachverdichtung macht zentrumsnahes Bauen möglich
Der Maßstab bleibt der Mensch

Und sind die Gebäude und die Baumaschinen noch so groß. Der Maßstab bleibt der Mensch. Und darum versammelten sich bei der Grundsteinlegung für das "Keckhaus" die Verantwortlichen am Radlader (von rechts): Architekt Stefan Kunnert, Walter Scharnagl, Stadtrat Karl-Heinz Schell, der OB Kurt Seggewiß vertrat, Christian Pscheidt (Leiter Immobilienverwaltung Immo-Scha-Bau), Projektbetreuer Harald Schaller, Horst Zillner (technischer Leiter Firma Scharnagl), Christian Widder (Kalkulation Hoch- und Ingenieurbau),

Sieben Meter in die Tiefe, 18 Meter in die Höhe: Das neue Eckgebäude an der Keck-, Hoch- und Brenner-Schäffer-Straße wird mit drei Tiefgaragen-Ebenen und sechs Etagen darüber ein stattliches Haus. Vor allem ist es ein Beispiel für eine gelungene urbane Nachverdichtung.

Bei der Grundsteinlegung, zu dem Walter Scharnagl mit seinem Team von der Immo-Scha-Bau einlud, betonte Architekt Stefan Kunnert: "Wir bauen ein großes Gebäude, setzen dabei große Geräte ein. Aber der Maßstab bleibt der Mensch." Gerade auf seine Bedürfnisse seien Grundrisse, Laubengänge für die Erschließung, Balkone, Loggien und Dachterrassen, aber auch die Haustechnik ausgelegt. So ist auch an Elektro-Zapfsäulen an den Stellplätzen gedacht. "Wir bauen mit hoher Qualität, zeitgemäß mindestens für die nächsten 50 Jahre", sagte Walter Scharnagl.

Mit dem abgestuften Wohn- und Geschäftshaus, das auf die Nachbarschaft Rücksicht nehme und auch deren weitere Entwicklung ermögliche, werde das ganze Wohnquartier zwischen Keck- und Brenner-Schäffer-Straße aufgewertet. Stefan Kunnert verwies besonders auf den hier erkennbaren Willen zur "urbanen Nachverdichtung": "Baudezernent Hansjörg Bohm und die Stadtplanung waren uns Motivatoren und wichtige Ideengeber."

Das Baugrundstück wurde zuvor einst von der Schreinerei Kellner und Glas Schöninger genutzt. Davor lag ein Container-Standplatz. Die Immo-Scha-Bau konnte die drei Grundstücke zusammenführen. Der alte Bebauungsplan sah einen "Garagenhof" vor. In einem aufwendigen Änderungsverfahren richtete die Stadt Weiden den Bebauungsplan auf die neue Nutzung aus. Jetzt entstünden hochwertige Wohnungen in bester Lage zwischen Bahnhof und Rathaus.

Über dem Erdgeschoss, das eine Gewerbeeinheit aufnimmt, entstehen 26 Wohnungen unterschiedlichster Größe und Typen. Besonders ansprechend seien dabei die zweigeschossigen Maisonetten-Wohnungen als "Haus im Haus". In den nächsten 18 Monaten investiert die Immo-Scha-Bau, elf Millionen Euro. Das "Keckhaus" zählt damit zu den aktuell größten Bauvorhaben in der Stadt.
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