VdK Weiding hat Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren fast verdoppelt
Als Sozialverband gut aufgestellt

Christian Wolf (links), Mitarbeiter der VdK-Kreisgeschäftsstelle, zeichnete Vorsitzenden Hans Weber und Schriftführer Dieter Ostermayr (von rechts) für 25-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband aus. Bild: gl

Der Sozialverband VdK befindet sich im Mitglieder-Aufwind: Fast 11 000 Personen sind mittlerweile im Kreisverband organisiert. Und auch vor Ort in Weiding ist die Gruppierung deutlich angewachsen.

Weiding. Zum Jahresabschluss des VdK-Ortsverbandes stellte sich mit Christian Wolf ein neuer Vertreter der Kreisgeschäftsstelle vor. Versammlungsleiter Dieter Ostermayr hieß unter den Mitgliedern auch Ehrenbürger und Altbürgermeister Hans Wirnshofer willkommen. Der VdK-Vertreter erläuterte, dass er seit Januar als Jurist und Sachbearbeiter bei der Kreisgeschäftsstelle tätig ist. Er überbrachte die Grüße des Kreisvorsitzenden Siegfried Pöll.

Wolf würdigte die geleistete Arbeit vor Ort: In Weiding habe sich die Mitgliederzahl seit 1996 mit aktuell 49 fast verdoppelt. Der Kreisverband Schwandorf habe im Jahr 2013 die Zehntausend-Mitglieder-Marke überschritten, derzeit seien 10 753 Personen im Sozialverband organisiert. Das mache einen Bevölkerungsanteil von 7,4 Prozent aus. In Bayern sei der VdK so gut aufgestellt wie noch nie: Über 650 000 Menschen, mehr als fünf Prozent der bayerischen Bevölkerung, würden der Organisation vertrauen.

Diese große Mitgliederstärke sorge dafür, dass in der Sozialpolitik keiner so leicht am VdK vorbeikomme. Und für den starken Sozialverband gebe es genug zu tun: Christian Wolf nannte die Armutsgefährdungsquote, die trotz Wirtschaftswachstums und sinkender Arbeitslosigkeit, bei 14,8 Prozent liege und damit höher sei als je zuvor. Von 12,5 Millionen Einwohnern in Bayern seien etwa 1,8 Millionen von Armut bedroht; mit 22 Prozent besonders dramatisch sei der Anteil bei den Rentnern. Bei Frauen sei das Armutsrisiko sogar noch höher. Mit der Durchsetzung der Mütterrenten für Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, konnte etwas entgegengesetzt werden. Bei den sehr niedrigen bayerischen Frauenrenten, die sich bei vielen deutlich unter 500 Euro bewegten, sei dieses Plus ein Segen.

Ein weiteres wichtiges Feld der sozialpolitischen Lobbyarbeit des VdK ist die Verbesserung der Pflegesituation. Hier sei ebenfalls ein wichtiger Erfolg errungen worden, denn künftig würden Menschen mit Demenz in der Pflegeversicherung erheblich besser gestellt. Der Verband werde sich aber auch in Zukunft nicht zurücklehnen, denn in der Pflege gebe es leider immer noch genügend Baustellen. "Niemand darf ins soziale Abseits geraten, weil er arm, alt oder krank ist, und die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht noch weiter auseinander gehen. Soziale Gerechtigkeit ist der wichtigste Faktor für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft", lauteten die Grundsätze des Sozialverbands. Christian Wolf versicherte, dass sich der VdK weiterhin selbstbewusst und mit aller Kraft für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen einsetzen werde.

Bei den anschließenden Ehrungen zeichnete Verbandsvertreter Christian Wolf auch Ortsvorsitzenden Hans Weber und Schriftführer Dieter Ostermayr für 25-jährige Zugehörigkeit aus. In Abwesenheit geehrt wurden Anna Lesser, ebenfalls für 25 Jahre, Richard und Christiane Zeitler sowie Barbara Kreuzer für 30 Jahre und Karl Fütterer für 40 Jahre.
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