Veranstalter vollauf zufrieden mit "Weiden träumt"
Sommernachts-Traumrausch

Hochbetrieb zwischen Altem Rathaus und St. Michael. Die laue Sommernacht lockte viele Besucher zu "Weiden träumt". Vor allem um Getränkeausschank und Imbissständen bildeten sich große Menschentrauen, wie man vom Turm von St. Michael aus gut erkennen konnte. Für Unterhaltung sorgten Bands, Bauchtänzerinnen und Percussion-Gruppen. Bild: Kunz

Es ist ein lauer Sommerabend. Hier spielt eine Band, dort locken Cocktails und Häppchen. Die Sonne geht unter. Und es tauchen noch mehr Menschen auf in der Stadt. Sie alle wollen dabei sein, wenn es zum achten Mal heißt: Weiden träumt.

Direkt vor dem Alten Rathaus steht ein Auto. Normalerweise hätte es Aufmerksamkeit erregt, wenn es in der Fußgängerzone parkt. Nicht so an diesem Freitagabend: Um das Auto schlängeln sich Hunderte Menschen. Aber nicht, weil sie sich für das Ausstellungsstück eines lokalen Händlers interessieren, sondern weil sie versuchen, sich am Cocktailstand nebenan eine Erfrischung zu gönnen oder sich in der Schlange zum Imbissstand einzureihen. Zeitgleich drängen sich Menschen zwischen den beiden Buden hindurch. Sie wollen nichts verpassen, wenn "Weiden träumt".

Frisur und Cocktails


Und zwar weder die trommelnden Jalapeños Percussion und Ritmo Vulcanico noch den orientalischen Tanz von Merhaba. Die Menschen zieht es in die Geschäfte, die bis Mitternacht offen haben, oder in die Cafés und Restaurants, die bis auf den letzten Platz besetzt sind.

Gleichzeitig geben sich die Bands vom Macerata-Platz bis zum Unteren Tor ein Stelldichein. Getreu dem Motto der Veranstaltung erfüllen sich die Nachtschwärmer in der Innenstadt ihre kleinen Träume. Irene Möhwald etwa lässt sich bei der Frisuren-Ecke von Stylistin Sabine Schuller eine Steckfrisur machen. Dafür hat sie extra Zeit eingeplant. "Dann gibt's noch Make-up und man ist hübsch", sagt Schuller und lächelt. Vanessa Baier und Julia Technik schmökern in der Buchhandlung Rupprecht in einem Hundebuch. Vanessa möchte gerne ein Haustier haben. Welcher Hund es sein soll, weiß sie noch nicht. "Aber auf jeden Fall ein großer", sagt die Teenagerin.

Als "sehr friedlich" bezeichnet Veranstalterin Andrea Schild-Janker von Pro Weiden die Veranstaltung. Es gab keine größeren Zwischenfälle. "Die Malteser haben nur Pflaster ausgegeben." Wie in den vergangenen Jahren sei das Fest stark besucht gewesen. "Es ist gut, weil man gerade noch durchlaufen kann." Die Gastronomen seien sehr zufrieden. "Sie haben alles an Reserven rausgeholt, was sie noch hatten." Bereits im zweiten Jahr bezogen die Veranstalter von Pro Weiden die Nebenstraßen mit ein. "Das hat sich mittlerweile etabliert", findet Schild-Janker.

Umsatz von einer Woche


Auch für den Einzelhandel zieht die Geschäftsführerin eine positive Bilanz: "Manche erzielen an diesem Tag den Umsatz einer Woche mit einem sehr guten Samstag. Meine Cousine hat sich vier paar Schuhe gekauft. Die musste zurück zum Auto, Tüten abladen."

Auch das Ende der Veranstaltung verlief ruhig und geordnet. Die Bands hörten um 24 Uhr auf zu spielen. Danach begann die Aftershowparty im Hashtag.

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Bildergalerie:

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