Verein "Neue Zeiten" feiert Einweihung der neuen Räume
Kunterbunter Umzug

 
So freuen sich die Kleinen beim Verein "Neue Zeiten" über die neuen Räume: Die Folklore-Gruppe "Malinka" bei einem ihrer Auftritte zur Einweihungsfeier. Bilder: hcz (2)

Stimmt schon, so ein Umzug ist immer eine Plackerei. Aber zumindest im Fall von "Neue Zeiten" könnten sich die Mühen lohnen. Der Verein bezieht sein neues Domizil in der Arndtstraße. Und schon die Einweihung deutet an, dass hier etwas Besonderes entsteht.

"Der Verein ,Neue Zeiten' ist kunterbunt", stellte Monika Igl fest. Wie bunt, das bewiesen nicht nur Dutzende Blumensträußen, sondern auch das abwechslungsreiche Programm zur Einweihung der neuen Räume in der Arndtstraße. Zusammen mit Rosa Seifert begrüßte Igl, Vorstandsmitglied des "Vereins zur Förderung der Integration russischsprachiger Mitbürger", dazu zahllose Gäste.

Ein neues Zentrum


Der vor zwölf Jahren gegründete Zusammenschluss hatte sein angestammtes Domizil in der Asylstraße wegen gestiegener Mieten aufgeben müssen. Waldemar Reil bot daraufhin die Räumlichkeiten seiner früheren Schreinerei in der Arndtstraße an, und eine Gruppe Freiwilliger baute sie um, so dass sie nun für die Aktivitäten des Vereins genutzt werden können. Das Mobiliar stammt größtenteils aus der alten Volkshochschule. Es entstand ein Bildungs- und Begegnungszentrum, das seinesgleichen sucht.

Die Folklore-Gruppe "Kalinka" hat ebenso wie die Kindergruppe "Malinka" nun einen geeigneten, großen Proberaum. Es gibt eine Bibliothek, Unterrichtsräume für die Russisch- und Deutschkurse, Aufenthaltsräume, ein Büro, einen Raum für die "Einstein-Kinderakademie" und eine Küche. Vermieter Reil (88) ("Man ist halt keine 80 mehr", sagte er beim etwas mühsamen Hinaufsteigen auf die Rednertribüne) war "angenehm überrascht" vom Ergebnis der Umbauten. Das sei eine "Bereicherung für die Stadt", erklärte er und überreichte eine Spende.

Seifert nannte zahlreiche Personen, zu denen in den zwölf Jahren "echte Freundschaften" entstanden seien. Norbert Uschald etwa habe die Verbindung zum Heimatring hergestellt. Der verstorbene Max Strecker, dessen Witwe bei der Einweihungsfeier anwesend war, sei einer der ersten Unterstützer gewesen. Aber auch viele andere seien bei einer Menge von Projekten hilfreich gewesen. Vorsitzender Arkadii Voloshyn fasste sich kurz: "Vielen Dank, Stadt Weiden."

Beeindruckende Shows


Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sagte, dass der Verein ihm ans Herz gewachsen sei. Beeindruckend seien die Auftritte der Folkloregruppen beim Heimatring. Er erinnerte an die Aufnahme von Flüchtlingen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Seggewiß stellte fest, dass man sich an deutsche Kultur und Werte anpassen müsse, aber nie vergessen dürfe, woher man kommt. Die Geistlichen Alfons Forster und Hans-Peter Pauckstadt-Künkler segneten die Räume. Pauckstadt-Künkler, Integrationsbeauftragter des Dekanats, ging in seiner Ansprache auf das Wort "Heimat" und das "Finden neuer Wurzeln" ein.

Fröhlich untermalten das Fest "Kalinka" und "Malinka". Bewirtet wurden die Gäste anschließend mit russischen, spanischen, tschechischen und deutschen Spezialitäten.

Bei der Einweihung der neuen Räume des Vereins "Neue Zeiten" überraschte die Sparkasse Oberpfalz Nord Vorsitzenden Arkadii Voloshyn und Rosa Seifert mit einer 2000-Euro-Spende. Das Geld solle der Völkerverständigung und der Kultur dienen, sagten Verwaltungsrats-Vorsitzender OB Kurt Seggewiß und Vorstandsmitglied Hans-Jörg Schön. Es kommt dem "Kindertheater und Kinderpuppentheater" zugute. Für das geplante Projekt müssen Kinderkostüme, Bühne und Bühnenvorhang angeschafft werden.

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