Vergnüglicher Konzertabend mit Treml/Schuier und musikalischen Gästen
Der Schorsch hat den Blues

Mach' mir die Ente: Schon mal wie Chuck Berry tanzten die Gäste über die Bühne, die sich Hubert Treml (rechts) und Franz Schuier (links) zur Verstärkung eingeladen hatten. Bild: hfz/Klaus Kuschel

"An gscheidn Blues" hatten sie angekündigt. In der Regionalbibliothek konzentrierten sich Hubert Treml und Franz Schuier, dazu der versierte Gitarrist Robert Prill, ganz auf die Musik, mit der sie groß geworden sind: weißen Blues und Bluesrock aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Stücke der "Blues Band" ("Flatfood Sam" alias "Haxn Joe"), "J. Geils Band" ("Wait" alias "Woart") und anderen übersetzte das Trio ins Oberpfälzische. Natürlich mit der gebotenen künstlerischen Freiheit: Aus "Cocaine" wurde "Koffein, Nikotin, Aspririn, Ritalin, Tessin", "You can leave Your hat on" wurde zu "Lou ma bloß Dei Schouch a!". Die eigenen Stücke mit Geschichten vom "Lehrer", dem "Unterhem-Brando", dem "Schorsch" und dem "Annamirl" passten textlich und musikalisch hervorragend in dieses Programm. Ergänzt um neuere Stücke wie "Du houst di guat ghaltn" und "Tante Emma Lodn" ergab das ein rundes, abwechslungsreiches Programm.

Dargeboten wurde das Ganze im gewohnten Treml/Schuier-Stil. Das Publikum lachte, sang, wippte sich in die eigene Vergangenheit: Vielen war anzumerken, dass auch sie mit dieser Spielart des Blues groß geworden waren und diese Musik lieben. Wichtig dafür war, dass das Duo zum Trio gewachsen war: Dank Prill bekamen die Lieder den nötigen "Groove". Dieser wurde noch verstärkt, wenn Schuier am elektronischen Schlagzeug agierte. Als Überraschungsgäste ergänzten Hannes Kraus ("Telefonblues") und Stefan Wurzer das Trio zu einem Quintett.

Somit erlebten die Zuhörer einen Abend, der typisch für Treml/Schuier war, aber irgendwie dann doch besonders: eine lustige, kurzweilige, herzerwärmende, bluesige Zeitreise von der eigenen Sturm- und Drang-Zeit bis ins Heute - Still got the Blues.
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