Verhandlungen mit der Kliniken Nordoberpfalz AG aufgenommen
Caritas kauft Teil des Augustiner-Klosters

Caritas-Geschäftsführer Bernhard Uhl (Mitte) weiß sich von einer engagierten Vorstandschaft im Kreisverband Weiden-Neustadt getragen. Derzeit laufen Planungen, einen Teil des Augustiner-Klosters zu erwerben. Bild: Kunz

Die Aufgaben der Caritas wachsen. Sie braucht mehr Platz. Bei der Jahreshauptversammlung verdeutlicht Geschäftsführer Bernhard Uhl eine erfreuliche Konsequenz: Die Caritas will den Westflügel des ehemaligen Augustinerklosters von der Kliniken Nordoberpfalz erwerben.

Derzeit erfolge eine Prüfung des vorgelegten Kaufvertrages, berichtete Uhl. Im Gebäude seien bereits die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Beratungsstelle für seelische Gesundheit untergebracht. Der Malteser Hilfsdienst sei hingegen schon Mitte letzten Jahres ausgezogen.

Straffälligenhilfe


Breiten Raum in der Caritas-Arbeit nehme die Straffälligenhilfe ein. Im Jahresverlauf habe man zu 60 Inhaftierten oder Strafentlassenen Kontakt gepflegt. Die Kleiderkammer der Caritas sei für Bedürftige jederzeit nutzbar. Die allgemeine Sozialberatung sei Erstanlauf- und Clearingstelle für Hilfsbedürftige, wie Familien, allein Erziehende, Strafentlassene, Nichtsesshafte und Obdachlose. Das Aufgabengebiet: Beratung, Information, Hilfe und Begleitung.

Die allgemeine Sozialberatung biete in Windischeschenbach, Grafenwöhr, Eschenbach, Pressath und Vohenstrauß einmal im Monat Sprechstunden an. Weiter kümmere sich die Caritas um Kuren und Erholungen. Hierbei handle es sich vor allem um Kuren des Müttergenesungswerks.

Für das Müttergenesungswerk sei eine Straßensammlung und gemeinsam mit dem Diakonischen Werk eine Weihnachtsfeier für allein Lebende am Heiligen Abend organisiert worden.

Weitere Themen waren die sozialpädagogische Familienhilfe - im vergangenen Jahr wurden in Weiden elf Familien mit 50 Kindern und im Landkreis 22 Familien mit 60 Kinder betreut - die Aktion Pflegetruck unter dem Motto "Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Mitarbeitende" sowie die ambulanten Pflegestationen in Grafenwöhr, Weiden und Vohenstrauß. Unterstützt werde eine Reihe von Selbsthilfegruppen.

Betreuer für rund 1000 Flüchtlinge

Weiden. (uz) Der Caritas Kreisverband Weiden-Neustadt kümmert sich traditionell auch um viele Flüchtlinge in der Region - mit zwiespältigen Erfahrungen: "Die dezentrale Unterbringung der rund 1000 Flüchtlinge in Weiden und im Landkreis Neustadt/WN erschwert zum einen die Betreuung, zum anderen ergeben sich aber auch viele Kontaktmöglichkeiten zu den ehrenamtlichen Helferkreisen vor Ort", berichtete Geschäftsführer Bernhard Uhl bei der Jahreshauptversammlung.

Es gebe einen ständigen Informationsaustausch mit allen engagierten Helfern. Die Stelle der Asylsozialberatung werde von Raimunda Schulze eingenommen. Sie sei für die Betreuung der Asylbewerber im Landkreis zuständig.

Die Migrationsberatung der Caritas stehe allen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ab 27 Jahren zur Seite. "Wir unterscheiden die Migrationsberatung für Menschen, die neu in Deutschland sind, von der Integrationsbegleitung von Zuwanderern, die bereits längere Zeit hier sind."

Angeboten würden individuelle Orientierungshilfen. Derzeit sei die Beratungsstelle auch für die Kontingentflüchtlinge aus Syrien zuständig, sowie - wegen der hohen Anerkennungswahrscheinlichkeit - für Flüchtling aus Irak, Eritrea und Iran.

Der Sonnenzug habe 2015 in Kulmbach gehalten und 2016 in Kelheim.
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