Verkehrsüberwacher: Niedrige Verstoß-Quote im Januar
Tiefstwert bei Temposündern

Symbolbild: dpa

Ob die Autofahrer da gute Vorsätze hatten? Im Januar war der Anteil der überführten Temposünder im Stadtgebiet jedenfalls so gering wie nie seit Beginn der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung im April 2015. Rund 4,25 Prozent der gemessenen Fahrzeuge waren laut Statistik der Stadt zu schnell dran. Das ist etwas weniger als im bislang "langsamsten" Monat, dem Oktober (4,32). Und weit entfernt vom Negativrekord im Juli (9,95). Wie das allerdings mit guten Vorsätzen so ist: Sie halten nicht lange an. Im Februar stieg die Verstoß-Quote auf recht durchschnittliche 6,18 Prozent.

Eine Erklärung für den Tiefstand im Januar liefert die Statistik nicht mit. Dass wegen der Ferien weniger los war auf den Straßen, scheidet als Grund aber aus: Im Januar passierten 8594 Fahrzeuge die Messstellen - und damit so viele wie nie. Der bisherige Höchstwert hier stammt übrigens auch aus dem Oktober.

Insgesamt registrierten die Überwacher im Januar 364 Verstöße. Wobei sie vor allem am Schirmitzer Weg eine schlechte Fahrmoral feststellten: Hier hielten sich bei einer zweistündigen Messung am 7. Januar 76 Fahrer - und damit fast jeder Zweite (47,8 Prozent) - nicht an Tempo 30. Der Spitzenreiter war mit 57 Stundenkilometern unterwegs. Ebenfalls recht viele Raser wurden vor Kindergärten geblitzt: Beim "Spatzennest" in der Hochstraße (24,8 Prozent) und beim "Tohuwabohu" in der Oskar-von-Miller-Straße (20,5 Prozent). Ausgerechnet bei einem Altenheim zeigten die Autofahrer, dass es auch anders geht: Als sich die Blitzer am Vormittag des 25. Januar in der Friedrich-Ebert-Straße vor dem Eleonore-Sindersberger-Heim postierten, registrierten sie eine Verstoß-Quote von nur 0,9 Prozent.

Im Februar erwischte es unterm Strich 327 Fahrzeuge. Dabei war am 18. Februar sogar über die Hälfte (55,2 Prozent) der kontrollierten Gefährte in der Frühlingsstraße vor dem Jugendzentrum zu schnell. Hoch war auch der Anteil der Raser bei der Bushaltestelle in Latsch (35,2 Prozent) und in der Berliner Straße (33,5 Prozent). Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung in diesem Monat registrierten die Überwacher ebenfalls nahe einer Bushaltestelle: In der Parksteiner Straße war jemand statt der erlaubten 50 Stundenkilometer mit 81 vorbeigebraust.

Eine ausführliche Aufstellung aller Messergebnisse, bereitgestellt von der Stadt Weiden, finden Sie hier.
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