Verkehrswacht engagiert sich aktiv in der Unfallprävention
Der Traum von null Verletzten

"Unfallfreiheit und Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer ist das Ziel jeder Prävention und unsere Motivation." Für Heinz Kumpf, Chef der Verkehrswacht, wäre das ein "Wunschtraum". Sein Verein sei ständig gefordert.

Auch wenn die Zahl der Unfalltoten in den letzten 45 Jahren abgenommen habe: "Jeder Tote im Straßenverkehr ist einer zu viel." Die Landesverkehrswacht Bayern habe ein Programm für Flüchtlinge aufgelegt. Manfred Weiß, der Koordinator für Asyl des Diakonischen Werks, habe die Verkehrswacht bereits um Unterstützung gebeten. Viele Flüchtlinge bräuchten Verkehrsunterricht, als Radfahrer und Fußgänger.

Die Attraktion schlechthin sei die Aktion "Boxxenstopp" der Polizeiinspektion Weiden gewesen. Auch hierbei war die Verkehrswacht vertreten. Das diesjährige Verkehrswacht-Motto lautete "Bremsbereit für uns". Die Gemeinschaftsaktion zum Thema "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause" ging in diesem Jahr besonders auf die Inklusion ein.

Kumpfs Appell an alle Autofahrer: "Nehmen Sie Ihre Hände nicht vom Lenkrad und konzentrieren Sie sich ausschließlich auf den Verkehr, um das Leben und die Unversehrtheit des Einzelnen zu gewährleisten. Unterlassen Sie jegliche Ablenkung." Hier sprach er besonders die Handy-Nutzung während des Fahrens an.

Ausflug als Belohnung


Den Schulweghelfern ermöglichte die Verkehrswacht 2014 einen Ausflug nach Karlsbad. 2015 und 2016 habe man Ausflug und Ehrungen aus Geldmangel ausfallen lassen. Für 2017 hofft der Verein auf städtische Unterstützung, damit diesem Ehrenamt die ihm zustehende Auszeichnung gewährt werden könne. Man möchte einen Ausflug nach Regensburg anbieten. Aktuell zählt die Verkehrswacht 110 Mitglieder, davon 80 reguläre und 30 temporäre. Auch 2016 bot der Verein wieder ein Programm für weiterführende Schulen an und erläuterte die Gefahren des Alkohol- und Drogenmissbrauchs. In den dritten und vierten Klassen der Hans-Sauer-Schule und des Förderzentrums wurde zudem der "Tote Winkel" beleuchtet.

Dass sich die Ortsverkehrswacht auch älterer Mitbürgern annimmt, unterstrichen die Aufklärungsveranstaltungen für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes mit Fahrübungen und rechtlichen Erörterungen. Die Kurse wurden bei Fahrradgeschäften und in sozialen Einrichtungen abgehalten. Eine weitere Aktion war das Projekt "Könner durch Er-fahrung", an dem vorwiegend junge weibliche Autofahrer teilgenommen hätten.

CSU-Stadtrat Hans Forster forderte im Sinne der touristischen Entwicklung einen Ausbau von Ladestationen für E-Bikes. Bisher gebe es nur eine am Alten Rathaus. Die Ortsverkehrswacht begrüßte den Vorschlag und versprach, dieses Ansinnen dem Hauptverwaltungsausschuss vorzulegen. Hans Hiermaier würdigte die Arbeit des Vereins. Auch Alois Lukas warnte eingehend vor der Nutzung von Handys im Straßenverkehr.

Viele Polizisten dabei


Die Mitglieder bestätigten Heinz Kumpf einstimmig als Vorsitzenden. Stellvertreter wurde Josef Wittmann. Kassier ist Klaus Hartung, Schriftführer Josef Argauer, Beisitzer sind Georg Greiner, Georg Hüttner, Max Räth, Karlheinz Roßmann, Cornelia Peter und Friedrich-Bernhard Mädl. Rechtsbeistand bleibt Heinz Adolf. Die Kassen prüfen Günter Neupert und Klaus Schärl.
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