Versehentlich weggeputzte Unterschriften
SpVgg SV zuversichtlich: Neue Star-Autogramme stehen in Aussicht

Selbstironie auf der Homepage: Geschickt spielt die SpVgg SV im Internet mit der Putzfrauen-Affäre. Die Idee dazu hatten Pressesprecher Stefan Nörl und Werbeprofi Matthias Ziegler. Bild: SpVgg SV

Noch steht nicht fest, wie die SpVgg an neue Autogramme von Bundesligastars kommt. Es sieht jedoch danach aus, dass das Putzfrauen-Malheur ein gutes Ende findet - samt reichlich PR für den Bayernligisten.

Am Donnerstagabend traf sich der Ausschuss, um zu beraten, wie der Club das unverhoffte Medieninteresse am besten nutzt. "Jeder bietet seine Hilfe an", freut sich Pressesprecher Stefan Nörl.

Freilich sind die Gesten von Radiosendern oder einer großen Boulevardzeitung nicht ganz uneigennützig. Alle wollen das Malheur, dass eine Putzfrau versehentlich Star-Unterschriften für Schmutz oder Vandalismus hielt, wieder geradebiegen und dabei selbst ihre Rolle herausstellen. "Wie das läuft entscheidet sich nächste Woche", sagt Nörl. Er ist den Medien dankbar, dass sie ihre Kontakte, insbesondere zum FC Bayern, haben spielen lassen. Das hat auch Fanclub-Beauftragter Markus Fritsch getan. "Er hat uns erzählt, dass die Führungsetage in München Bescheid weiß." Es steht sogar in Aussicht, dass Pep Guardiolas Signatur wieder aufzutreiben ist.

Nörl hat auch eine E-Mail an Borussia Dortmund geschickt. Die könnten die Verbindung zu Jürgen Klopp herstellen. Das versehentlich geputzte Wappen ist sogar über Deutschland hinaus registriert worden. Nörl: "Unser Vorsitzender Kurt Haas wurde von seiner Tochter aus Amerika angemailt. Sie spricht von einer super PR für den Verein." So sehen es die meisten am Wasserwerk: Ein Club will zeigen, dass er auch über sich selber lachen kann.
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