Volks- und Schützenfest: Schausteller suchen nach Gründen für Besuchereinbruch
Terrorangst, Olympia - oder doch nur das Wetter?

Ein Höhepunkt: das Feuerwerk am Freirtagabend.

Ein paar gute Tage, aber noch mehr schlechte: Ein Volltreffer war das Volks- und Schützenfest diesmal nicht. Die Schausteller suchen nach Gründen. Ist Olympia schuld - oder gar die Angst vor Terror?

(uz) "Das Wetter hat gepasst. Der Mittwoch war gut, der Donnerstag und der Freitag auch. Am Wochenende hat's a bisserl geregnet." Das ist das Fazit von Schaustellerchef Gerhard Donhauser. Sein Resümee: "Urlaubszeit, Olympiade ... eigentlich wie jedes Jahr." "Ich persönlich kann zufrieden sein", sagt Platzwart und Kinderkarussellbetreiber Hans Blum. "Für ihre Kinder geben die Leute immer noch Geld aus." Auf die Kollegen treffe dies weniger zu. Weniger Besucher als in den Vorjahren seien gekommen, und es herrschte eine große Kaufzurückhaltung.

Woran das lag? Am Geldbeutel wohl nicht, glaubt Blum. "Man sieht ja an anderen Orten, wo es ebenfalls Feste gibt, wie rund es dort läuft." Egal ob Frühlings- oder Volks- und Schützenfest: Dies sei eine Wellenbewegung. "Es gibt immer wieder Jahre, da läuft's besser oder schlechter. Im letzten Jahr war's zu heiß." Hinzu komme aktuell möglicherweise, dass "unterschwellig eine gewisse Angst" grassiere. Bundesinnenminister Thomas de Maizière mache auf Panik. "Völlig übertrieben ist das."

Die Sorgen um die Sicherheit macht auch die Betreiberin eines Großfahrgeschäftes für den finanziellen Einbruch verantwortlich. Dies sei nicht nur in Weiden so. Auch andere Festplätze verbuchten rückläufige Besucherzahlen. "In Heilbronn musste der komplette Platz wegen eines Alarms geräumt werden. So etwas spricht sich rum." Die Leute hätten einfach Angst.

Festwirt Gerhard Böckl will davon nichts wissen. "Ein Schmarrn." Der Besuchereinbruch habe andere Gründe. "Wir hatten das beste Wetter, das man sich für ein Volksfest wünschen kann." Es habe keinerlei Ausschreitungen gegeben. "Wie auch, bei den wenigen Besuchern." Trotzdem schwärmt Böckl von der gelungenen Miss-Weiden-Wahl, vom Auftritt der Gruppe "Highline" und vom wunderschönen Brillantfeuerwerk.
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