Volkshochschule will Altgernativprogramm für alle bieten, die dem Andrang in Fußgängerzone ...
Bürgerfest wird ausgeweitet

Der Förderverein Volkshochschule schmiedet Pläne für die kommende Zeit, um Einnahmequellen zu erschließen und weitere Mitglieder zu werben. Bild: uz

Der Förderverein der Volkshochschule Weiden-Neustadt soll aufs Bürgerfest aufspringen. Wie stellvertretender Vorsitzender Stephan Korb bei der Hauptversammlung erklärt, wollen die "Förderer" ihre Pop-, Rock-, Samba- und Dudelsackformationen dafür mobilisieren.

Geplant sind Auftritte im VHS-Forum, also am ehemaligen Schul-Pausenhof. Dazu gibt's Speisen und Getränke. Der Förderverein hofft auf Besucher, die dem Massenandrang in der Fußgängerzone entfliehen wollen. "Es ist ein Versuch. Klappt er, werden wir die Veranstaltung im nächsten Jahr wiederholen. Klappt er nicht, fallen uns keine Kosten an."

Denn: Es geht ums Geld. Genauer: um Fördergelder für die VHS. Die braucht dringend 2420 Euro vom Förderverein für die Neuanschaffung von Fitness- und Gesundheitszubehör sowie eines Thermomix-Geräts für die Küche.

Drehscheiben-Fest


Wie im Vorjahr wird sich der Förderverein am Samstag auch wieder an der "Drehscheibe der Kulturen" in der Scheibe beteiligen. Der Reinerlös sei zwar mager gewesen. Aber dabei sein sei alles. Und es gehe ja darum, neue Mitglieder zu werben. Momentan sind es 91.

Im vergangen Jahr habe man die VHS mit 3000 Euro bezuschusst, berichtete Schatzmeister Hans Bergler. Unter anderem finanzierte der Förderverein ein schmuckes Speisezimmerschränkchen, sagte Vorsitzende Gisela Helgath. Ferner drei Aschenbecher für die Raucher. "In der VHS kann man sich wohlfühlen. Die Kurse machen großen Spaß." Aber es sei nicht einfach, neue Mitglieder zu gewinnen. "Man muss aufpassen, dass man alte nicht verliert." Angedacht sei auch, beim "Kunstgenuss bis Mitternacht" mitzumachen. Die VHS sei auf bestem Wege aus dem Schuldenschlamassel herauszufinden. Aber Geschäftsführer Stefan Frischholz verteilte die Lorbeeren an seine Mitarbeiter, Dozenten und Helfer. Finanziell gut getan habe der Schule der Zuzug von Flüchtlingen, die hier Deutschkurse belegten.

Zumba ist out


"Wir sind hier ein Zentrum für regionale Bildung." Die VHS plane inzwischen nur mehr Jahresprogramme. Jedes halbe Jahr ein Programm aufzulegen, sei aus zeitlichen Gründen nicht mehr machbar, betonte Frischholz, der hofft, mit der "Jungen VHS" für 3- bis 17-Jährige einen neuen Bereich zu etablieren. In Kürze werde das Kellergeschoss für handwerkliche Kurse geöffnet. "Finanziell schaut's gut aus. Aber der Fitnessbereich stagniert. Die Zumba-Kurse sind völlig zusammengebrochen. Da geht keiner mehr hin."

SPD-Stadträtin Dr. Sema Tasali Stoll nannte die VHS in ihrem Grußwort "Institution für Bildung". Stadtrat Philipp Beyer sagte die Unterstützung der Bürgerliste zu. Norbert Uschald betonte namens der CSU die Bedeutung der VHS. Für den Landkreis versprach stellvertretender Landrat Albert Nickl, alles zu tun, dass es mit der VHS vorwärts gehe.
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