Von der Max-Reger-Halle in den Europapark Rust
Stefan Mross hat noch viel Puste

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Hoch auf dem Stuhl: Stefan Mross feuert seine Fans zum Mitsingen an. Bilder: Kunz (3)

Stefan Mross hat es immer noch dicke drauf. Obwohl er schon 40 ist und wohl bald zum alten Eisen zählt, zumindest wenn es nach Fernsehgewaltigen geht. Andy Borg ist bestes Beispiel für den Jugendwahn im TV. Gerade mal 54 war er, als ihm die ARD-Granden den Laufpass gaben.

(uz) Doch bis dahin hat Stefan Mross immerhin noch 14 Jahre Zeit. Und wer weiß: Vielleicht leuchtet sein Stern ja noch viel länger. Am Mittwoch stand der Trompeter mit seiner "Immer wieder sonntags"-Show auf der Bühne der vollbesetzten Max-Reger-Halle. Zum dritten Mal in Folge, wie der Traunsteiner nachzählte. Und er darf wieder kommen, das genehmigte ihm sein wild applaudierendes Publikum. Der Erfolg seiner Sendung, die im Europapark Rust ausgestrahlt wird: "Bei uns wird nicht englisch gesungen."

Wohlfühlen in Weiden


sei immer eine der ersten Adressen, schmeichelte der "Ex" von Stefanie Hertel den hiesigen Fans. "Wir fühlen uns wohl hier." Exakt vor 29 Jahren habe er zum allerersten Mal vor einer Kamera gestanden. Natürlich war das nicht in Weiden. "Die Zeit vergeht, so ist das Leben." Auch bei seinen Kollegen haben die Jahre Spuren hinterlassen. Aber mit guter Musik ist es wie mit gutem Wein. Deshalb ernteten alle Interpreten, die am Mittwoch im Gustl-Lang-Saal auftraten, Riesenapplaus. Zum ersten Mal in der nördlichen Oberpfalz waren "Die Schäfer": ein gemischtes Quartett, das seit 25 Jahren barfuß auftritt, um "eig'ne Wege zu gehen".

Sie war schon einmal hier: "So nimm dir meine Hände"-Jodelkönigin und Ralph-Siegel-Schützling Angela Wiedl, die ein wunderschönes Medley präsentierte und auch neue Lieder vorstellte. Mross hatte das Who's who der Volksmusik im Gepäck. Wie die Grand-Prix-der-Volksmusik-Sieger Sigrid und Marina. Ebenfalls mit dabei: Charly Brunner, den seine letzte Tournee zusammen mit seinem Bruder weiland auch schon in die Max-Reger-Halle geführt hatte. Diesmal aber nicht als "Brunner & Brunner", sondern als Schlager-Duo "Brunner & Stelzer" an der Seite seiner bildhübschen Wiener Partnerin Simone Stelzer.

Gehörte der erste Teil den Gags von Stefan Mross und den Liedern seiner Gäste, so wurde nach der Pause gecovert, was das deutsche Musikbusiness so hergab. Die Besucher stimmten für ein Michael-Holm-Medley ab, und Mross entführte das Publikum sofort "Barfuß im Regen" nach "Mendocino".

Trompeter im Schottenrock


Stefan Mross kam im Schottenrock mit Wauwauchen und als Doktor aus der Schwarzwaldklinik. Er plauderte aus seinem Familienleben, machte sich über das Finanzamt und seine Beamten lustig und zeigte den Fans, nach welchen Maßeinheiten "Verhüterli" verkauft werden. Auch an den unvergessenen Udo Jürgens wurde erinnert. Und eine Weidenerin gewann einen Aufenthalt im Europapark nebst Übernachtung und Besuch der "Immer wieder sonntags"-Live-Show.
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