Von Grillschnecken bis Martin Luther

Noch gibt es einiges zu organisieren. Doch die wichtigsten Termine im Herbst/Winterprogramm des Freundeskreises Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing stehen. Dr. Uta Doenitz und Dr. Ehrenfried Lachmann stellten das Programm vor. Bild: sbü

Der Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing wechselt sein Domizil. Die Vorträge finden künftig im Martin-Schalling-Haus statt. Unverändert breitgefächert bleibt jedoch die Themenpalette.

(sbü) Über fehlendes Publikumsinteresse kann der Weidener Freundeskreis nicht klagen. Für sein Angebot an Vorträgen und Kulturreisen gibt es immer eine große Nachfrage. Dies dürfte beim Herbst-/Winterprogramm 2016/17 erneut der Fall sein, auch wenn das Haus der evangelischen Gemeinde künftig nicht mehr der Veranstaltungsort ist.

Wechsel ins Schalling-Haus


"Wir wollen mit dem Ortswechsel der schwierigen Verkehrs- und Parksituation in der Innenstadt Rechnung tragen", erläutern Dr. Uta Doenitz und Dr. Ehrenfried Lachmann als Sprecher des Leitungskollegiums. Anders als viele Partnerorganisationen in anderen Städten, präsentieren die Weidener Akademie-Tutzing-Freunde kein Schwerpunktthema mit zusammenhängenden Vorträgen, sondern ein "abwechslungsreiches Programm verschiedenster Themen". Allerdings nimmt das Luther-Jahr 2017 mit dem 500-jährigen Reformationsjubiläum im nächsten Jahr breiteren Raum ein.

Die Vortragsreihe startet am 19. September mit einem für den Freundeskreis eher ungewöhnlichen Thema. Die Ökotrophologin Dr. Karin Bergmann aus München spricht uner dem Titel "Vegane Grillschnecken" über Ernährung. "Fast glaubenskriegerisch wird eine Diskussion über Ernährungsmethoden geführt, die manchmal zum Religionsersatz werden", stellt Dr. Lachmann fest. "Am Anfang war der Urknall": Unter dieser Überschrift erläutert der Heidelberger Professor Dr. Ulrich Lemke die Geschichte des Universums. Er gilt als herausragender Experte auf diesem Gebiet.

Am 21. November spricht der Diplom-Psychologe Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbandes. Er schrieb als Experte für Schulpolitik viele Aufsätze, ist bekannt durch Talkshows und als Autor des Buches "Der Pisa-Schwindel". Kraus plant einen "ernsthaft, heiteren Vortrag über eine menschliche Schwäche". Dieser trägt die vielsagende Überschrift: "Dummheit und ihre Gesichter - die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt".

Luther und die Reformation rücken 2017 in den Vordergrund. Am 17. Januar referiert der Regensburger Professor für Religionspädagogik und Didaktik, Dr. Thomas Kothmann, über das spannende Thema "Martin Luther, Mensch zwischen Gott und dem Teufel". Es folgt im Februar (Datum noch offen) ein Vortrag von Pater Jeremias Kiesl über "Martin Luther aus katholischer Sicht". Pater Kiesl kommt aus dem Augustinerkloster Erfurt, in dem Luther von 1505 bis 1511 als Mönch lebte.

In dieses Kloster führt dann auch die Kulturreise "Auf den Spuren Martin Luthers" am 22. und 23. Juli 2017. Die Reiseteilnehmer werden sogar im Kloster übernachten. Neben Erfurt sind Eisenach und die Wartburg weitere Stationen.
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