Vortrag über Skitouren im Apennin beim Alpenverein
Gipfel mit Meerblick

Skitouren sind auch in Mittelitalien möglich. Davon berichtete Albert Götz beim Alpenverein. Bei seinem Vortrag über den Apennin präsentiert er unter anderem dieses Foto. Es zeigt den Weg zum Corno Grande des Gran Sasso - die höchste Erhebung des gesamten Apennin. Bild: hfz/Albert Götz

In den Alpen? Kennt jeder. Aber Skitouren sind auch im Apennin möglich. Sie haben sogar einige ganz besondere Reize, erfuhren die Mitglieder des Alpenvereins. Allerdings muss man dafür auch einiges in Kauf nehmen.

Während die warme Jahreszeit hierzulande an Fahrt gewinnt, präsentierte Albert Götz beim jüngsten Monatstreffen des Weidener Alpenvereins mit seinem Bildervortrag noch einmal die Freuden des Winters. Kurzweilig berichtete er von Skitouren im mittelitalienischen Apennin. Hier lasse es sich in wunderbarer Einsamkeit touren, schwärmte Götz, der dafür gerne eine Anreise von rund 1200 Kilometern in Kauf nimmt.

In den Bergen der Majella, des Gran Sasso oder des Sibillinischen Gebirges, die eine Höhe von mehr als 2900 Metern erreichen, bietet sich eine Fülle an Tourenvarianten. Die imponierende Kombination aus urtümlichen italienischen Ortschaften, schneebedeckten Steilflanken und dem Blick auf die azurblaue Adria bildeten einen ganz besonderen Reiz, erklärte Götz.

Einbußen an Hütte


Nach dem Vortrag berichtete Vorsitzender Stefan Schönberger von einem gelungenen Arbeitseinsatz auf der Steinwaldhütte in Pfaben. Fritz Ratzinger leitete Anfang Mai einen Kletterkurs im Steinwald, in dem er den richtigen Umgang mit der Kletterausrüstung im Allgemeinen, mit der Sicherungstechnik oder auch Seil- und Knotenkunde vermittelte. Mitte Juni leitet MTB-Guide Renate Löw eine dreitägige Gemeinschaftstour in der Pfalz. Unterstützt durch einheimische Tourenführer, wird die abwechslungsreiche Region auf vielversprechenden Trails erkundet.

Auf der Weidener Hütte in den Tuxer Voralpen laufen unterdessen bereits die Vorbereitungen zum Start in die Sommersaison. Der Winter verlief eher durchwachsen. Aufgrund der vergleichsweise schlechten Schneeverhältnisse blieben etliche rodelfreudige Familien, Skitourengänger und Schneeschuhwanderer aus, was mit finanziellen Einbußen sowohl für den Alpenverein als auch für den Wirt verbunden ist.

Voraussichtlich ab Anfang Juni öffnet Hüttenwirt Thomas Hussl die beliebte Hütte wieder. Damit rechtzeitig zum Saisonstart sämtliche Schäden aus dem Winter beseitigt sind, unternimmt Hüttenreferent Karl-Heinz Pröls Anfang Juni einen Arbeitseinsatz. Dazu sucht Pröls noch helfende Hände (karl-heinz.proels@dav-weiden.de).

Ungewöhnliche Tour


Eine ganz besondere Wanderung mit Übernachtungen in verschiedenen Hütten bietet von 14. bis 18. August Bruno Zimmerer an. Abseits beliebter und gut besuchter Gebirgsregionen hat er eine abwechslungsreiche Tour im eher weniger bekannten Gebiet des Hochschwabmassivs ausgearbeitet. Die Gebirgsgruppe im östlichen Teil der Nordalpen in der Steiermark zeichnet sich auf unterschiedliche Weise aus: Der Gebirgszug zählt noch zu den unberührten Alpenregionen mit einer Vielfalt und Gegensätzen. Hinzu kommt eine vielfältige Tierwelt mit Murmeltieren, Gämsen, Alpensteinböcken, Auerhähnen, Salamandern und Kreuzottern. Am Hochschwab (2277 Meter) befindet sich gar das größte Gämsenrevier Europas.

Pflanzenfreunde dürfen sich unter anderem auf Aurikel, Frauenschuh, Kohlröschen, Edelweiß und verschiedene Arten von Enzianen freuen. Bemerkenswert ist zudem eine geplante Nächtigung im Schiestlhaus des Österreichischen Touristenklubs auf über 2100 Metern Höhe, das als weltweit höchstgelegenes Passivhaus gilt. Die Tour eignet sich für "Wandereinsteiger" oder versierte Bergfexe gleichermaßen, wobei eine gewisse Grundkondition für Tagestouren vorhanden sein sollte. Infos auch auf www.dav-weiden.de oder per Mail an bruno.zimmerer@dav-weiden.de.

Das nächste Monatstreffen ist am Dienstag, 14. Juni, ab 20 Uhr im Postkellersaal.
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