VWA-Absolventen: Hauptversammlung mit Licht und Schatten
Kein Kontakt zur Akademie

Die neu gewählte Vorstandschaft mit 1. Vorsitzenden Wolfgang Lindner vorne rechts im gelben Sakko.

Dass der Absolventenverband der VWA viel zu bieten hat, beweist er auch bei seiner Hauptversammlung: Vor dem Treffen gibt es noch eine Führung in der Hochschule. Trotz solch informativer Angebote läuft aber nicht alles rund.

36 Jahre besteht der Absolventenverband der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) bereits. In die Jahre gekommen ist er aber noch nicht. Das zeigte der Rückblick von Vorsitzendem Wolfgang Lindner bei der Hauptversammlung im Schützenhaus: Im abgelaufenen Jahr besuchten die Mitglieder unter anderem das Druckzentrum des Medienhauses "Der neue Tag" und die Firma Gerresheimer. Eindrucksvoll war zudem das alpenländische Konzert in der Basilika Waldsassen. Besuche in der Mevlana-Moschee, die Reise nach Prag und in die Dürer-Stadt Nürnberg stießen auf großes Interesse.

Lindner betonte allerdings auch: "Schwierig ist die Organisation bei Betriebsbesichtigungen, die Firmen stehen mehr ablehnend gegenüber, die Argumente laufen auf Betriebsgeheimnis, bauliche Maßnahmen oder darauf hinaus, dass der Ablauf gestört werde."

Gleichzeitig zweifelte Lindner, dass sich aus den laufenden Lehrgängen viele Mitglieder rekrutieren würden. Das Problem sei vielfältig und mehrmals diskutiert worden. Die Beziehungen zur VWA in Regensburg seien leider so gut wie nicht mehr vorhanden. Die Bemühungen um besseren Kontakt seien mehr oder weniger im Sand verlaufen, bedauerte Lindner. Dafür habe sich der Verband geöffnet. Nun sind nicht nur Ehegatten als Mitglieder willkommen, sondern auch Personen, die Interesse an der Gemeinschaft haben.

Vor der Versammlung hatte der Verband einmal mehr die Hochschule besucht. Genauer: das Institut für Medizintechnik. Professor Dr. Clemens Bulitta, der Leiter des Instituts, ging zunächst auf allgemeine Gesundheitsfragen ein. Der Mensch, so seine Aussage, müsse bei all den Erfolgen in Forschung und technischer Entwicklung immer noch im Vordergrund stehen. Denn nicht alles, was machbar ist, müsse letztlich auch angewandt werden.

Der Referent stellte in seinem spannenden Vortrag den Bereich Gesundheit, in dem in Deutschland mehr Menschen beschäftigt seien als in der Automobilindustrie, als eine der wichtigsten Branchen in unserer Volkswirtschaft vor. Nicht verschweigen wollte Bulitta, dass auch der Staat an den Einnahmen im Gesundheitswesen partizipiert und dass man unbedingt in Forschung und Entwicklung investieren müsste, um nicht abgehängt zu werden. "Aber da sind wir im Vergleich zu anderen Ländern auf gutem Weg und rangieren ganz vorne."

Primäre Aufgabe des OTH-Instituts, so Bulitta, sei Produkt- und Verfahrensentwicklung im Bereich der Medizintechnik. Wesentlich dafür sind nicht zuletzt die hervorragend ausgestatteten Labors der Hochschule, die er seinen Gästen ebenfalls zeigte. (Hintergrund)
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