Wahlbetrug
Bestechung?

Im Prozess um den Grafenwöhrer Wahlbetrug ist noch immer kein Ende in Sicht. Nachdem für Montagnachmittag die Plädoyers sowie ein Urteil geplant waren, gab es eine Überraschung: Wegen eines anonymen Schreibens, das an das Landgericht gesendet worden war, war der Verhandlungstag bereits nach 15 Minuten wieder vorbei. Dem Schreiben sind ein Pressebericht sowie ein Bild beigefügt, das einen der Hauptzeugen mit viel Geld zeigt. Schriftlich wird darauf hingewiesen, dass der Abgebildete bestochen worden sei, um die Angeklagten zu belasten. Weil das anonyme Schreiben in Verbindung mit der Anklage steht, sei laut Aussage von Richter Georg Grüner ein "sachlogischer Zusammenhang nicht abzustreiten".

Die beiden Angeklagten waren in erster Instanz vor dem Amtsgericht zu acht Monaten Haft auf Bewährung beziehungsweise 6000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen hatten die "Die Linke"-Stadträte Berufung eingelegt. Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt.
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