Waisen der Medizin
Fotoausstellung "erkennen - verstehen - heilen" im neuen Rathaus

Bürgermeister Jens Meyer, Manfred Haberzeth und Jürgen Spickenreuther von der AOK sowie Dr. Florian Gothe (von links) eröffneten die Fotoausstellung "erkennen - verstehen - heilen" im Neuen Rathaus. Bild: phea

(phea) Der 29. Februar gilt als der Tag der seltenen Erkrankungen. Passend dazu eröffnete Bürgermeister Jens Meyer die Fotoausstellung "erkennen - verstehen - heilen" im Neuen Rathaus. Sie entstand in Zusammenarbeit der Care-for-Rare- Foundation mit zwei ehrenamtlichen Fotografen. Um seltenen Erkrankungen mehr Aufmerksamkeit zu sichern und so die Chancen auf Heilung zu erhöhen, unterstützt die AOK Bayern diese Ausstellung.

Als "wunderbare, gefühlvolle Bilder" lobte AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther die Fotografien. Dr. Florian Gothe vom Dr. von Haunerschen Kinderspital in München informierte in Vertretung für Professor Dr. Dr. Christoph Klein, dem Gründer der Care-for-Rare-Foundation, über die seltenen Erkrankungen.

Da diese meist genetisch bedingt sind, stehen Kinder, die sogenannten Waisen der Medizin, im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Bilder zeigen den Alltag der Patienten mit deren Familien zu Hause und im Krankenhaus. "Die Ausstellung soll klar machen, was ein Leben mit solch einer Erkrankung bedeutet", erklärte Gothe. Aufgrund des deutsch-türkischen Wissenschaftsjahres 2014 und der vielen türkischen Kooperationspartner der Care-for-Rare-Foundation, handelt es sich bei den gezeigten Patienten um Kinder aus der Türkei und weitere Patienten, die in München behandelt wurden.

Die meisten der Erkrankungen sind aufgrund ihrer Seltenheit noch nahezu unerforscht. Das führt dazu, dass die Patienten nicht ausreichend versorgt werden können. Auch wenn die Rede von "seltenen" Erkrankungen ist, gibt es dennoch über 7000 davon. Allein Deutschland und die Türkei zählen fast acht Millionen Betroffene. "Das ist eine relevante Krankheitslast", fuhr Gothe fort. Die Mission der Care-for-Rare-Foundation lautet daher, diesen Krankheiten so viel Aufmerksamkeit zu schenken, dass sie für kein Kind mehr lebensbedrohlich sind.

Die Bilder wurden bereits in der Türkei und in München ausgestellt. In Weiden sind sie bis zum 11. März zu den Öffnungszeiten des Neuen Rathauses zu sehen. Zusätzlich ist die Ausstellung am Sonntag, 6. März, von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
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