Wechsel auf der Palliativstation in Neustadt
Dr. Stephanie Kuchlbauer folgt Dr. Susanne Kreutzer nach

Dr. Susanne Kreutzer (links) gibt die ärztliche Leitung der Palliativstation weiter an Dr. Stephanie Kuchlbauer. Die Tännesbergerin ist bisher in Amberg tätig. Bild: Götz

Bisher betreut Dr. Stephanie Kuchlbauer die Palliativstation in Amberg. Doch es ist der Tännesbergerin ein Anliegen, in diesem Bereich mehr zu arbeiten. Palliativmedizin wird immer wichtiger. Da trifft es sich gut, dass die ärztliche Leitung der Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz zum Jahresende frei wird.

Weiden/Neustadt. In den vergangenen acht Jahren hat Dr. Susanne Kreutzer die Palliativstation in Neustadt nicht nur aufgebaut, sondern längst etabliert. Aufbauarbeit will sie ab 2017 erneut leisten. Sie wechselt in die neue spezialisierte ambulante Palliativversorgung und wird dort Stellvertreterin. Die ärztliche Leitung übernimmt Dr. Margarete Pickert.

Ihre Kollegin kennt viele palliative Einrichtungen. Bei der in Neustadt hat sie erkannt: "Da steckt Herzblut in ganz besonderem Maße drin." Auffällig auch, wie groß das Interesse der Bevölkerung ist. Bei der ist die Station hoch angesehen. Ferner auffällig, dass Susanne Kreutzer nicht von ihrem Team spricht, sondern von der Arbeitsgruppe, "wo jeder mit Hirn anschiebt". Diese reicht vom Physio- und Kunsttherapeuten über den Hospizhelfer bis zur Krankenpflege. Die Ärztin vergisst auch die Putzfrau nicht, nennt sie sogar als erste. Und sie freut sich, dass sie die Station in beste Hände weitergeben kann.

Stephanie Kuchlbauer ist zweifache Mutter und Tochter des früheren Landrats Simon Wittmann. Nach Stationen in Bayreuth und an der Uni-Klinik, wo sie ihren Facharzt in Hämatologie und Onkologie gemacht hat, wechselte sie 2012 als Oberärztin nach Amberg, wo sie sich in der Palliativmedizin weiterbildete.

Susanne Kreutzer, ebenfalls Mutter zweier Kinder, kam vor 38 Jahren ans Klinikum Weiden. Bevor sie 2008 die ärztliche Leitung der Palliativstation übernahm, war sie als Anästhesistin und in der Strahlentherapie tätig. Dazwischen unterrichtete sie an der Krankenpflegeschule.

Beide Ärztinnen verteidigen den Umzug der Palliativstation von Neustadt nach Weiden Ende 2018, Anfang 2019. Jetzt müssten Patienten für eine Fünf-Minuten-Untersuchung nach Weiden gebracht werden. "Eine enorme Belastung." Abgesehen davon ziehe in die jetzigen Räumlichkeiten in Neustadt das Hospiz St. Felix ein. "Die können alles übernehmen." Die Einrichtung werde dringend erwartet. Die Patienten müssten nicht mehr nach Bayreuth oder Regensburg.
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