Weiden richtet sich mit seniorenpolitischem Gesamtkonzept auf ältere Bürger ein
Amberger Senioren nicht so glücklich

SPD-AG-Vorsitzende Ursula Kinner dankte Stadtrat Reinhard Hese für die Ausführungen zum seniorenpolitischen Gesamtkonzept der Stadt Weiden. Bild: rdo

Im seniorenpolitischen Gesamtkonzept sollen die Interessen und die umfassende soziale Teilhabe von Senioren berücksichtigt werden, um der im demografischen Wandel befindlichen Gesellschaft künftig gerecht zu werden. Dabei sollen Gegebenheiten an die Bedürfnisse angepasst werden, soweit es die finanzielle Lage der Stadt zulasse.

Auf Einladung der SPD-Arbeitsgemeinschaft "60plus" mit Vorsitzender Ursula Kinner stellte SPD-Stadtrat Reinhard Hese das seniorenpolitische Konzept der Stadt Weiden vor. Eine Entwicklungsgesellschaft arbeitete für 35 000 Euro diesen Entwurf aus, verbunden mit einer regen Beteiligung bei einer Seniorenbefragung. 200 Seiten kamen damit auf SPD-Antrag ins Rollen. Erste Gedanken stammten aus dem Jahr 2010. Hese dankte Stadtrat Josef Gebhardt, der dieses Thema konzeptionell mit bearbeitet hatte.

Schwerpunkte sind die Begleitung der verschiedenen Arten der Pflege sowie seniorengerechtes Wohnen - so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden. Um flexibel im Alter zu sein, müsse der ÖPNV, die wohnungsnahen und fußläufigen Einkaufsmöglichkeiten, Poststellen, Ärzte und Barrierefreiheit bei Bahn und öffentlichen Gehwegen (Pflasterung Innenstadt) Berücksichtigung finden.

Die Stadt solle sich für Senioren attraktiv machen. Dazu gehören öffentliche Toiletten, Ruhebänke mit Lehne und Tische zur Rast genauso wie eine ambulante und stationäre Palliativversorgung.

Das Gutachten schlägt eine professionelle Beratungsstelle zur grundlegenden Information zu allen seniorenspezifischen Fragen, Hilfe bei Anträgen und zu Steuern vor. Seniorenbeauftragter Alfons Heidingsfelder leiste bisher gute Arbeit in diesem Bereich. Hierzu könnte sich Hese die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Neustadt/WN gut vorstellen, um Schnittmengen zu finden und die Kosten zu minimieren.

Ehrenamtliche Berater


Bis zur Sommerpause soll eine ehrenamtliche Beratungsgruppe aus bis zu zwölf Personen zur Aufarbeitung der Themen eingesetzt werden. Es stelle sich auch die Frage, ob die Stadt Weiden einen Seniorenbeirat brauche. Befreundete SPD-60plus-Mitglieder aus Amberg vermissten in ihrer Stadt eine Einrichtung wie das Maria-Seltmann-Haus. Sie bemängelten den fehlenden ÖPNV am Sonntag und die hohen Eintrittspreise bei kulturellen Veranstaltungen in Amberg.

Nächste Termine sind am 25. Mai die Fahrt zur Straußenfarm nach Kotzenbach (Abfahrt 13.30 Uhr am Neuen Rathaus), der Weidener Arbeitnehmertag am 30. Mai im Neuen Rathaus und die Fahrt nach Karlsbad am 17. Juni, zu der Anmeldungen von der Vorsitzenden angenommen werden.
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