Wenig Schnee, genauso viel Arbeit
Zwischenbilanz Winterdienst

Ein Bild aus seltenen Tagen: Der Winterdienst der Stadt sorgte etwa Mitte Januar für freie Straßen. Obwohl geschlossene Schneedecken bislang rar waren, macht die kalte Jahreszeit Arbeit und verursacht Kosten. Bild: Kunz

Kaum Schnee und milde Temperaturen: Für den Winterdienst gibt es diesmal wenig zu tun, könnte man meinen. Doch Marc Badhorn, Sachgebietsleiter Winterdienst am städtischen Bauhof, erklärt: "Dieser Winter ist für uns fast genauso arbeitsintensiv." Und er nennt Gründe.

Ein Blick auf die Kosten im Vergleich zum Vorjahreswinter zeigt, es gibt keine großen Veränderungen: Im Jahr 2014/15 fielen 446 000 Euro an. Am Ende dieses Winters würden wohl auch wieder rund 500 000 Euro ausgegeben werden, meint Marco Badhorn. Gravierender ist der Unterschied zum strengeren Winter 2013/2014. Die Kosten lagen damals bei 780 000 Euro für den Winterdienst.

Dafür zeigt sich beim Salz: Weniger ist heuer mehr. Wo im vergangenen Winter noch 786 Tonnen davon auf den Straßen landeten, kamen bislang nur 533 Tonnen auf den Asphalt.

Zumindest bei der Anzahl der Einsätze macht sich der milde Winter ein wenig bemerkbar: Waren es 2013/14 noch 83, musste der Winterdienst 2014/15 nur 69 Mal ausrücken. Diesen Winter zählte Badhorn bislang nur 38 Einsätze.

Aber Vorsicht, warnt der Sachgebietsleiter Winterdienst am städtischen Bauhof: Gerade durch Temperaturen um den Gefrierpunkt entstünde für die Autofahrer eine Gefahr durch Glatteisbildung. "Auch wenn der Winter durch das Fehlen von Schnee nicht so wahrgenommen wird, ist er für uns fast genauso arbeitsintensiv."

Zudem könne der Winter von Ort zu Ort unterschiedlich ausfallen. Durch die geographische Lage der Stadt Weiden (397 Meter über Normalnull.) könne es beispielsweise durchaus möglich sein, dass es in der Stadt noch regnet, während in den höher gelegenen Stadtteilen wie Neunkirchen oder Muglhof bereits Schnee fällt.
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