Wenn Kinder schwer hören
Was hast du gesagt, Mama?

(Foto: Fotolia)

Die Diagnose Schwerhörigkeit ist bei Kindern schwierig zu stellen, denn gerade in den ersten Lebensjahren sind die Kleinen nicht in der Lage, ihre Einschränkung zu kommunizieren. Deshalb empfiehlt es sich, die gesetzlichen Untersuchungen, vor allem das Neugeborenen-Hörscreening, in Anspruch zu nehmen. Experten können damit schnell für Klarheit sorgen.

Wird der Schall nicht vollständig vom äußeren Ohr zum Innenohr geleitet, spricht man von einer Schallleitungsschwerhörigkeit – sie ist die häufigste Hörerkrankung bei Kindern. Die Kleinen hören dann hohe Töne schlechter als tiefe. Wobei die Beeinträchtigung nicht nur in den Höhenunterschieden liegt, die Sprache wird allgemein schlechter, beziehungsweise verzerrt wahrgenommen. Liegt eine derartige Störung vor, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine ernsthafte Krankheit dahintersteckt: Ohrschmalz, der verstopft, Polypen oder Schleimansammlungen können Ursachen sein. Zur Kategorie harmlos zählen auch chronische Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen.

Es gibt allerdings auch kindliche Hörerkrankungen, deren Gründe vielfältiger und ernsthafter sind. Dann nämlich, wenn angeborene, vererbliche Ursachen vorliegen, dies trifft auf fast die Hälfte aller schwerhörigen Kinder zu. Angeborene Schwerhörigkeit definiert sich über die Zeiträume vor der Geburt, während der Geburt oder innerhalb der ersten sechs Monate. Charakteristisch bei vererbter Schwerhörigkeit können Medikamente sein, die die Mutter während ihrer Schwangerschaft eingenommen hat. Ebenso Infektionskrankheiten der Schwangeren, wie Röteln.
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