Wer perfekt sein will, wird scheitern
„Vom Mann zum Vater“

Martin Bodensteiner, Diplom-Sozialpädagoge bei Donum Vitae in Regensburg, spricht über die Rolle der Männer als Väter. Bild: Kunz

Der bekannte Spruch von Wilhelm Busch "Vater werden ist nicht schwer - Vater sein dagegen sehr", habe nichts an Bedeutung eingebüßt, betont Martin Bodensteiner. Und er sagt auch warum.

Das Fazit von Martin Bodensteiner: "Allen alles Recht machen zu wollen, das geht gar nicht. Wir sollten uns diesem Druck auch gar nicht ausliefern." Der Diplom-Sozialpädagoge, der bei Donum Vitae in Regensburg arbeitet, sprach in der Volkshochschule vor zahlreichen Zuhörern bei der Auftaktveranstaltung zum Thema "Vom Mann zum Vater".

Die richtige Rolle finden


Dabei ging es um die Rolle des wichtigsten Mannes im Leben der Kinder. Unbestritten sei dieses Vater-Sein eine Herausforderung mit vielen Facetten. Und immer mehr Männer nähmen diese Herausforderung aber aktiv an. Vor dem Hintergrund, sich in ihrer eigenen Vaterrolle wiederzufinden. Sie wollten die Beziehung zu ihren Kindern von Anfang an aufbauen. Veranstaltet wurde der Vortrag "Papa & ich - ein Superteam" vom Bündnis für Familie, das sich seit dem Frühjahr 2015 im Arbeitskreis "Erziehungsverantwortung wahrnehmen" mit Vätern und deren Fragen beschäftigt.

Dazu wurde damals auch eine Väter-Fragebogenaktion durchgeführt. Koordiniert wird das Bündnis von den beiden Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt, Monika Langer und Johanna Hauer, sowie von Margot Salfetter von der Agentur für Arbeit.

"Wir sollten uns schon bemühen, gut zu sein und das, was wir leisten können, umzusetzen", sagte Bodensteiner. "Aber immer perfekt sein zu wollen, kann uns zum Scheitern führen." Das Thema "Väter" ist nur ein Unterarbeitskreis im Bündnis für Familie.

Konzipiert war der Abend als Gesprächsrunde. Die anwesenden Väter durften ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Immer wieder tauchte dabei die Frage auf, was eigentlich einen guten Vater ausmache und welchen Ansprüchen er genügen müsse. Welche Probleme bringe das ständige hin und her zwischen Partner, Kindern und Arbeit mit sich?

Man sollte versuchen, alle Rollen möglichst gut zu bewältigen, sich aber auch darüber klar sein, dass es den "Superman" in der Familie nicht geben könne. Was wichtig sei: "Bringen Sie möglichst viel Zeit mit! Wenden Sie sich Ihren Kindern zu! Befassen Sie sich mit ihnen!"

Die Reihe sieht noch drei Vorträge vor. Am 12. Oktober geht es im Neue-Welt-Kinocenter um das Thema "Väter und Töchter - ein ganzes Leben". Am 3. November gibt es in der Volkshochschule einen Kochkurs für Vater und Kind nach dem Motto "Papa, mir schmeckt's nicht!" Und am 12. November spricht im Steinstadel Parkstein Autor Björn Süfke über "Väter. Erfindet. Euch. Neu." Karten hierfür gibt es im Vorverkauf im Parksteiner Museum und in der Donum Vitae Beratungsstelle.
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