Wie man sich im Alltag vor Einbrechern schützt
Sinnvoll: Ein kleiner Möbeltresor

Erster Polizeihauptkommissar Günther Vierl gab beim Frauenbund Schwarzach wertvolle Tipps zum Schutz vor Einbrüchen. Bild: ga

"Hellhörig machen und sensibilisieren ", das war das Ziel von Erstem Hauptkommissar Günther Vierl, Leiter der Nabburger Polizeiinspektion, bei seinem Vortrag über den Schutz vor Einbrüchen. Und die gute Nachricht folgte umgehend: "Im Vergleich ist es in unserer Gegend relativ sicher!"

Eingeladen hatte der Frauenbund Schwarzach. Vorsitzende Christina Schwarz freute sich, dass sich der Nabburger Polizeichef persönlich die Zeit genommen hatte, um sich dieses wichtigen Themas anzunehmen. Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger dankte, dass die Polizei mit Vorträgen dieser Art präventiv tätig werde.

Günther Vierl nutzte in der Waldschänke die Gelegenheit, um den Frauenbundmitglieder und weiteren Interessenten wichtige Infos zum Schutz vor Einbruch, Diebstahl oder Internetbetrug mit auf den Weg zu geben. Er wolle Vereine und Bürger angesichts eines bundesweit massiven Anstiegs von Einbrüchen - der allerdings im Gebiet des Altlandkreises Nabburg nicht so dramatisch ausfällt - für diese Problematik sensibilisieren. Einbrüche fänden keineswegs, wie oft vermutet, überwiegend in der Nacht statt. Häufig kämen Diebe mitten am Tag oder in der Dämmerung. Sie suchen bewusst nach Stellen, wo man am leichtesten ins Haus kommt: Fenster, Terrassen, Nebeneingänge. Der Einbruch dauert meist nur wenige Minuten. Hier empfahl Vierl technische Sicherungen als wirksamen Schutz.

Trickdiebstähle thematisierte Vierl ebenso wie Betrügereien an der Haustüre, bei Gewinnversprechen und bei Kaffeefahrten. Das Schema sei stets das gleiche: man bittet um Hilfe, wünscht eine Gefälligkeit. Dabei werden häufig Amtspersonen oder Verwandte vorgetäuscht. Ältere und hilfsbereite Menschen werden dabei ausgenutzt. Insbesondere erläuterte der Referent das Vorgehen beim "Enkeltrick". Sein Fazit an die Adresse der Zuhörer: Niemals Fremde ins Haus lassen und Wertgegenstände sicher aufbewahren. Außerdem riet Vierl, nicht zu viel Bargeld zu Hause aufzubewahren. "Ein kleiner Möbeltresor, meist gar nicht teuer, verhindert oft Schlimmeres", weiß der Fachmann. Ganz entscheidend sei aber auch das persönliche Verhalten. "Türen verschließen, auch wenn man im Haus oder Garten präsent ist, Fenster bei Abwesenheit nicht kippen und in der Nachbarschaft gut aufeinander achten." So könne man das Risiko minimieren.
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