Wie und wo die Frage aller Fragen gestellt werden könnte
Willst Du mich heiraten?

(Foto: Norbert Eimer)

Mal ehrlich: In den letzten Jahren hatte man das Gefühl, seiner Liebsten einen Heiratsantrag machen – da muss mindestens die ganze Welt zusehen! Live in einer TV-Sendung oder mit Mikrofon in einem Stadion. Ein regelrechter Wettbewerb scheint entfacht worden zu sein. Ist der Antrag nicht etwas höchst Persönliches? Wir hätten Vorschläge, wie es auch funktionieren könnte, ganz made by Oberpfalz.

An der heiligen Staude


Wer von Beginn an über seine Ehe einen christlichen Mantel spannen möchte, kann dies ideal mit einem Heiratsantrag an der Kapelle zur „Heiligen Staude“ tun. Idyllisch im Wald gelegen, südlich der Stadt Weiden, auf Anhöhe über dem Postkeller, geht von diesem Ort eine besondere Anziehungskraft aus. Hier finden an Weihnachten noch echte Christmetten mit herrlichem Ambiente statt. Warum also nicht den Antrag machen im Advent, wenn schneebedeckte Wege zur Kapelle führen und knisternde Feuerfackeln die Richtung weisen.

Über den Wolken


Und dann geht es hinauf … direkt in den 7. Himmel. Aber das muss die Auserwählte ja noch nicht wissen. Ein Rundflug soll es sein, vom Flugplatz Latsch aus, nichts weiter … aber dann … hoch oben über den Wolken ein inniger Blick … eine Hand legt sich in die andere … „Willst Du mich heiraten?“ Als Besiegelung zeitgleich den Ring anstecken … wie könnte sie da noch nein sagen …

Alles Glück dieser Erde ...


… liegt auf dem Rücken der Pferde – und somit auch das ganz persönliche Liebesglück. Planen Sie einen romantischen Spaziergang entlang einer Pferdekoppel, in Weiden bietet sich der Weg rund um Frauenricht an. Bleiben Sie mit Ihrer Herzensdame an einer bestimmten Stelle stehen, von Fern kommt ein Pferd angeritten, stellen Sie die berühmte Frage und wenn das Pferd samt Reiter – natürlich Ihr Komplize – bei Ihnen ist, nehmen Sie vom Reiter das kleine Kästchen in Empfang, öffnen es und entnehmen einen Ring, den Ring, der das künftige ewige Band besiegeln soll.

Das kleinste Hotel der Welt


Stolz steht es mitten in Amberg – und dies schon seit 1728. Das Eh'häusl hat eine lange, ruhmreiche Vergangenheit, und die geht so:
Noch im Jahr 1728 verlangte der Rat der Stadt von heiratswilligen Paaren den Nachweis von Grundbesitz. Um dieser Vorschrift nachzukommen, bebaute ein findiger Kaufmann eine 2,5 Meter breite Lücke zwischen zwei Häusern in der Seminargasse, zog vorne und hinten je eine Wand hoch, setzte das Dach darauf, fertig war ein Haus, welches zum Nachweis eines Grundbesitzes diente. Man erwarb dieses Haus, heiratete und verkaufte es nachher wieder. Der Volksmund nannte dieses Haus seitdem „Eh'häusl“ (Ehe-Haus). Der Name ist geblieben. Heute ist daraus eine Luxus-Eremitage und zugleich das „kleinste Hotel der Welt“ geworden. Gibt es einen perfekteren Ort für die Frage aller Fragen?
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