Wirtschaftsschulen Weiden und Eschenbach offiziell vereint
„Es war notwendig“

Als "gelebte Fusion" bezeichnete Schulleiter Thomas Reitmeier die Schulband. Sowohl Jugendliche aus Weiden als auch aus Eschenbach heizten dem Publikum bei der Feier ein. Bilder: Götz (2)

Ob der Anlass ein Grund zum Feiern ist? Das ist wohl auch der Schulleitung nicht klar. Und sie tut's trotzdem.

Weiden/Eschenbach. Um den Zusammenschluss der Staatlichen Wirtschaftsschulen Eschenbach und Weiden zum "Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Weiden 2" zu würdigen, gab es eine Feierstunde in der Aula der Gustl-Lang-Schule. Für alle Redner stand fest: Die Zusammenführung sei die zukunftsfähigste Lösung. Trotz der Fusion bleiben beide Schulen rechtlich selbstständig. Dennoch ergeben sich Änderungen: Ein einheitlicher Funktionenplan sorgt dafür, dass Lehrer und Mitarbeiter an beiden Standorten eingesetzt sind. Außerdem gibt es neben den bisherigen Personalräten einen Gesamtpersonalrat. Formelle Abordnungen an den anderen Standort sind nicht mehr notwendig.

Das Zusammenwachsen zum "Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Weiden 2" spiegelt sich in einem neuen Logo wider: Zwischen eine rote und eine grüne Ebene ist eine graue gebettet, die für die gemeinsame Verwaltung als Bindeglied steht. Der kreative Kopf hinter dem Logo ist Kunstlehrer Arlan Birner.

"Es war notwendig"


Man komme nicht zusammen, um zu feiern, dass man "etwas Besonderes vollbracht" hat, erklärte Weidens Bürgermeister Lothar Höher. Und doch sei die Zusammenführung ein Beschluss, der auf die Herausforderungen der Zeit reagiere, besonders auf den demografischen Wandel. "Die globale Welt fordert Entscheidungen, die es vor 30 bis 40 Jahren nicht gab." Deshalb sei es umso wichtiger, Bündnisse zu schließen. "Es war notwendig", brachte der Leitende Regierungsschuldirektor der Regierung der Oberpfalz, Walter Schütz, den Fusionsgrund auf den Punkt. Auch wenn sich die Schülerzahl der Schule in Eschenbach in den letzten drei Jahren etwas stabilisiert hat, habe Weiden in den letzten beiden Jahren Schüler verloren. Weil die Schülerzahlen an beiden Schulen sinken, sei es besser, nun zu agieren, statt später zu reagieren. Sonst könnte es einmal heißen: "Kleinere Standorte müssten geschlossen werden."
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