Wohnung zerlegt, Zelle geflutet
Zwei außer Rand und Band

Die Gemeinsamkeiten sind ebenso auf- wie zufällig: Die beiden Männer stammen aus Weiden, sind nahezu gleich alt, und sie wählten die gleiche Nacht, um unabhängig voneinander erst über den Durst zu trinken und dann so richtig auf den Putz zu hauen. Die Polizei hatte mit beiden ihre liebe Mühe, wie sie im Bericht schildert.

Fall 1: Am Freitag gegen 23.50 Uhr torkelt ein 21-Jähriger am Hammerweg über die Fahrbahn. Passanten rufen die Polizei, die den Mann in Gewahrsam nimmt. Als ihn die Beamten zur Arrestzelle bringen, rastet er aus: Einem der Polizisten tritt er gegen den Oberschenkel, verletzt ihn dabei leicht. Zudem versucht der 21-Jährige, dem Gesetzeshüter die Waffe aus dem Holster zu reißen. In der Zelle beruhigt sich der Weidener nicht. Im Gegenteil: Er stößt wüste Beleidigungen gegen die Polizisten aus, schlägt gegen sämtliche Gegenstände, ramponiert den Raum dadurch erheblich. Auch die WC-Spülung malträtiert er immer wieder im Laufe der Nacht. Folge: Die Zelle wird geflutet. Am Samstagmorgen entlässt ihn die Polizei aus dem Gewahrsam. Für Katerstimmung beim Delinquenten dürfte gesorgt sein - auch wegen der Anzeigen-Flut: Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Fall 2: Ein Streit unter Freunden in der Fußgängerzone eskaliert. In der Türlgasse wirft am Samstag gegen 3.15 Uhr ein 18-Jähriger mit Stühlen einer Pizzeria wüst um sich. Auch seine Schwester kann ihn nicht beruhigen. Das gelingt erst der herbeigerufenen Polizeistreife. Zunächst. Denn in seiner nahegelegenen Wohnung fängt der Weidener erneut an zu randalieren. Erneut rücken die Gesetzeshüter an, diesmal, um ihn mitzunehmen. Das lässt der 18-Jährige nicht so ohne weiteres mit sich geschehen. Trotz polizeilicher Gesellschaft zieht er es vor, die Wohnung unablässig zu verwüsten. Am Ende ist der Boden mit Scherben übersät.

Der Betrunkene wehrt sich heftig, als ihn die Beamten packen. Zwei erleiden leichte Verletzungen. Zudem beleidigt er sie "aufs Übelste", wie es im Polizeibericht heißt. Die Unterbringung in der Arrestzelle ist aus anderem Grund nicht möglich: Der junge Mann muss sich fortwährend übergeben. Deshalb geben ihn die Polizisten in ärztliche Obhut. Die Vorwürfe ähneln denen im ersten Fall: Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Sachbeschädigung.
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