Zahlreiche Polizeieinsätz auf dem Weidener Frühlingsfest
Falschgeld, Diebstähle und Schlägereien

Symbolbild: dpa

Die Befürchtungen der Polizei bestätigten sich: Auf dem Frühlingsfest kam es am Wochenende zu zahlreichen Körperverletzungen. Die Täter waren allesamt stark betrunken. Doch es gibt neue Straftaten: Falschgeld war im Umlauf.

Auf dem Frühlingsfest ist offensichtlich auch Falschgeld im Umlauf. So erhielt am späten Freitagabend eine 26-jährige Weidenerin einen "falschen Fuffzger", vermutlich als Wechselgeld an einem Lebensmittelstand, ausgehändigt. Als die Geschädigte wenige Zeit später mit dem Geldschein an einer Tankstelle bezahlen wollte, bemerkte sie die Fälschung. "Im Moment liegen keine Hinweise auf den Falschgeld-Verbreiter vor", bestätigt die Polizei. Die Ermittlungen führt inzwischen die Kripo Weiden.

Bereits am Mittwochnachmittag griff sich ein Dieb das Handy aus der Jackentasche einer elfjährigen Schülerin auf dem Frühlingsfest. Der Schaden dürfte rund 300 Euro betragen. Fünf Stunden später entwendete ein Unbekannter das Mountainbike eines 25-jährigen Weideners. Das Fahrrad war vor dem Haupteingang des Festplatzes abgestellt und mit einem Schloss gesichert. Der Schaden belaufe sich auf etwa 300 Euro, berichtet die Polizei.

Geschlechtsteil gezeigt


Zu einem Streit zwischen einem Festbesucher und einer 33-jährigen Bedienung kam es am Samstag, kurz nach Mitternacht. Während der Auseinandersetzung beleidigte ein 32-jähriger Weidener die Frau und verdrehte ihr die Hand. Als Polizeibeamte die Situation klären wollten, wurde der Besucher immer ausfallender und gestikulierte lautstark rechtsradikale Parolen. Damit aber nicht genug: Nach weiteren Kraftausdrücken und Beleidigungen - auch gegenüber den Beamten - sah es der Volltrunkene als nötig an, der anwesenden Festgesellschaft und den Polizisten sein Geschlechtsteil zu präsentieren.

Die Beamten nahmen den 32-Jährigen schließlich in Gewahrsam. Er muss sich nun unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und mehrfacher Beleidigung verantworten.

Bedrohung


Was anfangs nur ein Streit war, entwickelte sich am Freitag, kurz nach dem Feuerwerk, zu einer Bedrohung "mit der Folge einer Strafanzeige", erläutert die Polizei. Auf dem Festplatz kamen sich zwei Männer in die Haare. Schließlich zückte einer von beiden ein Taschenmesser und drohte zuzustechen. "Durch das schnelle Einschreiten der Beamten vor Ort konnte jedoch weiteres verhindert werden", betont die Polizei, die immer schnell zur Stelle ist.

Faustschlag ins Gesicht


Am Freitag, gegen 23.10 Uhr befand sich der spätere Geschädigte zusammen mit seinen Freunden hinter dem Festzelt, um dort eine Zigarette zu rauchen. Hier kam es nunmehr zu einem Streit, bei welchem einem Besucher die Zigarette aus dem Mund geschlagen wurde. Als der junge Mann aus dem Landkreis Neustadt schlichten wollte, kassierte er selbst einen Faustschlag ins Gesicht, wodurch er leicht verletzt wurde. Der Schläger konnte noch vor Ort aufgegriffen werden. Die Anzeige wegen Körperverletzung ist geschrieben.

Rangelei artet aus


Der 36-jährige Weidener war am Freitagabend schon stark betrunken. Eine Viertelstunde nach Mitternacht provozierte er am Samstag im Festzelt einen Streit mit einem US-Bürger. Bevor die Situation eskalierte, entfernte der Sicherheitsdienst den Streitsuchenden aus dem Festzelt.

Auf den Nachhauseweg hatte der Volltrunkene jedoch noch nicht genug. Bereits auf Höhe des Parkplatzes suchte er sein nächstes Opfer aus. Diesmal schlug der 36-Jährige einem 17-jährigen Weidener ins Gesicht. Die herbeieilenden Beamten brachten den Betrunkenen zur Raison, bevor er erneut zuschlagen konnte. Die Polizisten nahmen den Störenfried in Gewahrsam und verbrachten ihn auf die Wache, wo er bis zum Morgen bleiben musste.

Durch den Schlag wurde der 17-Jährige zwar nur leicht verletzt, der Verursacher muss sich dennoch wegen Körperverletzung verantworten.
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