Zehn Jahre Förderverein "Freunde des Stadtbads"
Damit das Naturbad nicht baden geht

Für Untergangsstimmung gibt es überhaupt keinen Grund: Gut gelaunt blicken die "Freunde des Stadtbads" auf die zehn Jahre ihres Wirkens zurück. Andreas Baierl (vorne, Vierter von links) und Horst Fuchs (hintere Reihe, links) bleiben an der Spitze. Bild: hcz

Vor zehn Jahren sprangen sie ins kalte Wasser. Ihr Ziel: die Kommerzialisierung des "Bades des kleinen Mannes" verhindern. Das haben die Freunde des Stadtbads erreicht. Zurücklehnen wollen sie sich aber nicht.

Bei der Jahreshauptversammlung dankte Andreas Baierl, der den Verein seit der Gründung führt, den Mitstreitern der ersten Stunde. Alois Lukas, der von Anfang an im Vorstand mitgewirkt hatte, hörte jetzt auf. Andere Ehrenämter fordern ihn verstärkt.

Die Liste der bisherigen Aktivitäten des Stadtbad-Fördervereins ist lang. Schriftführer Bernhard Czichon berichtete von jährlichen Familien- und Kinderfesten, von lauschigen Sommernachtsfesten, von Rama-Dama-Aktionen und vielen weiteren Veranstaltungen der vergangenen zehn Jahre. Aus den 38 Gründungsmitgliedern seien 173 Getreue geworden. "Mit wachem Auge" setze sich der Verein weiterhin für den Erhalt der Freizeitanlage in seiner bisherigen naturnahen Art ein, aber auch für Fortentwicklung und Verschönerung. Zum Beispiel durch große finanzielle Zuschüsse zu einem Sonnensegel über dem Edelstahl-Kinderbecken, zu einer Kiesaufschüttung des Kinderbads, zur Anschaffung einer modernen, hölzernen Umkleidekabine und zu einer Wärmepumpe.

10 606 Euro gespendet


Schatzmeisterin Martina Kayser stellte in ihrem Bericht fest, dass es insgesamt 10 606 Euro gewesen waren, die durch Mitgliedsbeiträge und Fest-Erlöse dem Stadtbad zugute gekommen waren. Auch heuer könne man wieder einen namhaften Betrag für eine Neuanschaffung übergeben, kündigte Kayser zur Freude der zahlreich anwesenden Stadträte und des Oberbürgermeisters an. Die Revisoren Wilhelm Moser und Claudia Fuchs stellten fest, dass "keine Panama-Papers zu finden waren", die Kasse vorbildlich geführt wurde und der Kassenstand erfreulich sei.

Seggewiß lobte die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein als "segensreich". Die zehnjährige Geschichte der "Freunde des Stadtbads" sei eine Erfolgsgeschichte zugunsten der Weidener Familien sowie der Badegäste mit kleinem oder auch größerem Geldbeutel. Er versprach, dass die Freizeitanlage in der bisherigen Form erhalten bleibt. Stadtrat Dr. Matthias Loew sagte, "Weiterentwicklung" sei "in Nuancen nicht schädlich" solange der Charakter erhalten bleibe. Er dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz für das Bad. Stadtrat Lukas versicherte, weiterhin hinter den Anliegen des Vereins und des "Kleinods im Weidener Osten, aber nahe der Stadtmitte" zu stehen.

Inge Rudnik, ebenfalls seit den Anfängen in der Vorstandschaft des Fördervereins tätig, bezeichnete es als "Glücksfall", dass "Kanu Weiden" im Stadtbad sein Zuhause habe. Stellvertretender Vorsitzender Horst Fuchs dankte auch allen anderen Vereinen, die beim Kinderfest den Stadtbad-Förderverein unterstützt hatten.

Die Neuwahlen ergaben, dass Baierl und Fuchs die nächsten zwei Jahre den Verein führen werden. Auch Schriftführer Czichon und Schatzmeisterin Kayser wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu in der Riege der Beisitzer ist Ulla Albert, die Ehrenvorsitzende des Schwimmvereins. Die bisherigen Beisitzer Inge Rudnik, Manfred Meisinger, Gisela Helgath und Stefanie Sperrer wurden bestätigt. Die Kasse prüfen künftig Wilhelm Moser und Lore Leitmeier. Als "beratende Mitglieder" wurden in den Vorstand berufen: Katrin Karagounis, Margareta Czichon, Uli Farnbauer, Stadtrat Hans Forster und Hans-Jürgen Rudnik.

Ausstellung eröffnet


Am Pfingstsamstag wurde mit einer sehenswerten Fotoausstellung in der Stadtbad-Gaststätte das zehnjährige Jubiläum gefeiert. Stadträtin Sabine Zeidler übernahm stellvertretend für den Oberbürgermeister "offiziell" die 3500 Euro teuere, gespendete Wärmepumpe. Und es wurden weitere Gründungsmitglieder geehrt. Ausführlicher Bericht folgt.
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