Zu Besuch im Geozentrum
Simulator und Kartoffel

Die sogenannte "Potsdamer Kartoffel" zeigt, dass die Erde in Wirklichkeit keine runde Kugel ist. Bild: hfz

Das Geozentrum an der KTB in Windischeschenbach steuerten wir, die Klasse 5b der Sophie-Scholl-Realschule Weiden, auf Einladung des Bayernwerks an. Dort erfuhren wir viel Neues über die Welt der Gesteine.

Als die Führung begann, sahen wir als erstes einen Seismograph. Er zeichnet jedes Erdbeben auf, das auf der Welt passiert. Wir haben auch viele Gesteinsarten kennengelernt: Magmatische Gesteine wie Granit oder Basalt, Sedimentgesteine wie Buntsandstein und metamorphe Gesteine, zum Beispiel Gneis.

Erst mal "vorgebohrt"


Über die Erde gab es viel zu entdecken. Frau Konz vom Geozentrum erklärte uns etwas über den Bohrturm und seine Geschichte. Beim KTB wurde zur Erkundung der Erdkruste gebohrt. Dieser Standort wurde ausgewählt, weil hier verschiedene Teile der Erdkruste aufeinander gestoßen sind. Wir haben gelernt, dass der Bohrturm 83 Meter hoch ist. Eine Vorbohrung bis in 4000 Meter Tiefe erfolgte von 1987 bis 1989.

Die Hauptbohrung begann 1990 und endete 1994. Das Bohrloch ist 9101 Meter tief. Pro Kilometer wurde es 30 Grad heißer. Die Geologen wollten eigentlich 10 000 Meter tief bohren, sie haben es nur nicht geschafft, weil es zu heiß wurde. Die Technik war dazu nicht geeignet. Das ganze kostete natürlich sehr viel Geld: 271 Millionen Euro.

Weltweite Sensation


Der Bohrturm in Windischeschenbach ist übrigens eine weltweite Sensation für Geologen, da sie nur hier so tief in die Erdkruste blicken können. Danach schauten wir einen interessanten Film über die Entstehung der Erde an. Im Ausstellungsraum. sahen wir die "Potsdamer Kartoffel" und erfuhren, dass vor vielen Millionen Jahren alle Kontinente zusammengewachsen waren. Diesen riesigen Kontinent nannte man Pangäa. Einige Millionen Jahre später verschob sich alles und so entstanden Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika und natürlich Afrika. Übrigens bewegen sich alle Kontinente heute immer noch.

Wir sahen außerdem drei verschiedene Bohrer, die man bei der Bohrung gebraucht hatte und erfuhren etwas über Vulkane und Erdbeben. Manche Vulkane unter dem Meer brechen jeden Tag aus, manche nur alle 100 Jahre.

Cool, aber auch erschreckend war der Erdbebensimulator, der ein Erdbeben der Stärke 5 nachmachte. Man wurde richtig durchgeschüttelt. Jetzt können wir uns vorstellen, dass ein Erdbeben ohne weiteres Häuser zum Einstürzen bringen kann. Das Geozentrum ist einen Besuch wert! Uns hat der Ausflug sehr gut gefallen.

5b der Sophie-Scholl-Realschule Weiden
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