200 neue Stromkunden dank Energie-Atlas von "Focus Money"
Bestnoten für die Stadtwerke

Mit Strom unterwegs: Sabrina Bauer und Stadtwerke-Vorstand Johann Riedl am brandneuen E-Smart. Nahezu alle anderen Autos der Stadtwerke fahren mit Erdgas. Die Einweihung des Stadtwerke-Erweiterungsbaus (links im Hintergrund) ist übrigens für die 8. Juni vorgesehen. Bild: Wieder

Bei den Stadtwerken gibt's keine Lockvogel-Angebote. Und dennoch wächst das Stromgeschäft. Im Februar und März unterschrieben über 200 Neukunden ihren Liefervertrag. Und das hat gute Gründe, meint nicht nur Vorstand Johann Riedl. Im Energie-Atlas von "Focus Money" erhalten die Stadtwerke Bestnoten.

Welcher Stromanbieter hat die besten Angebote, den besten Service, die fairsten Preise und welcher bietet auch alternativen Strom an? "In der Oberpfalz ist die Antwort auf diese Fragen ganz einfach: die Stadtwerke Weiden", betont Sabrina Bauer, die den Einkauf und den Vertrieb von Strom und Gas bei den Stadtwerken "handelt". Die Liste lässt sich fortsetzen: Die Stadtwerke gelten laut "Focus Money" als besonders sympathisch, kundenfreundlich und in der Region verankert. Sie warten mit kurzen Kündigungsfristen auf, verstecken sich nicht hinter einer Hotline, sondern bieten echten Kundenservice. Und: Die Preisgestaltung ist transparent.

Grünstrom begehrt

Seit Oktober 2011 sind die Stadtwerke im Stromgeschäft tätig. Ende 2012 zählte dieser Zweig 2500 Abnehmer. Gut ein Drittel der heute 3200 Kunden beziehen Grünstrom, der bei den Stadtwerken im Jahr nur 8 Euro mehr als Graustrom kostet. Gerade das Angebot, Energie aus regenerativer Erzeugung zu günstigen Konditionen zu liefern, sei eine besondere Stärke der Stadtwerke, unterstreicht Sabrina Bauer. "Den kleinen Aufschlag für ,Naturstrom' nehmen viele gerne in Kauf." Seit Jahresbeginn konnten die Stadtwerke den Strompreis senken. "Wir haben unseren Einkauf optimiert, konnten gute Konditionen aushandeln, die wir an unsere Kunden weitergeben."

Im Spätherbst hatte "Focus Money" mit "Statista Research & Analysis" (Hamburg) die Stromanbieter in 81 Großstädten und 40 Regionen analysiert, die Kunden befragt, Websites und Service (zum Beispiel den Umgang mit E-Mails) getestet.

Die steigende Bedeutung des Stromgeschäftes für die Stadtwerke macht nun auch das erste Elektro-Fahrzeug deutlich, das die Stadtwerke anschafften. Seit sechs Wochen sind die Mitarbeiter bei ihren Stadtfahrten mit dem weiß-grünen E-Smart unterwegs.

Auch Stadtwerke-Vorstand Riedl ist von dem "leisen Zwerg" begeistert. "Wir wollen mit dem E-Auto auch deutlich machen, dass auch die Elektro-Mobilität vorangebracht werden muss." Der Smart (rund 24 000 Euro teuer) "stromert" bis zu 140 Kilometer weit und erreicht bis zu 125 Kilometer pro Stunde. "Das ideale Stadtauto. Auch ich, mit Schuhen zwei Meter groß, kann damit fahren."

Weniger Freude haben die Stadtwerke mit dem viel zu milden Winter 2014/15, der die Umsätze beim Gas um rund 20 Prozent einbrechen ließ. Die Stadtwerke mussten einen siebenstelligen Betrag an die Gaskunden zurückzahlen.
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