90 Mitarbeiter der Telekom legen für einen Tag ihre Arbeit nieder
Der nächste freie Mitarbeiter streikt gerade

Bild: Beer
Nicht das für die Telekom typische Magentarot sticht am Dienstagmorgen auf dem Parkplatz vor dem Standort des Unternehmens in der Unteren Bauscherstraße ins Auge. Es dominiert das Orange der Warnwesten. Viele der rund 90 Teilnehmer am Warnstreik von Verdi tragen sie. Sie legten am Dienstag ihre Arbeit nieder, um damit ihrer Forderung nach einem verhandlungsfähigen Angebot Nachdruck zu verleihen.

Das sollen die Arbeitgeber bei der dritten Runde der Tarifverhandlungen, die am Streik- sowie am Folgetag in Berlin läuft, vorlegen. "Und die Stimmung ist gut", findet Josef Schaumberger, Arbeitskampfleiter von Verdi, im Streiklokal "Postkeller". Schließlich habe der Arbeitgeber ein Angebot angekündigt, das gemessen an den eben erst vorgestellten Rekordgeschäftszahlen gut ausfallen müsse. "Denn die Beschäftigten haben die guten Zahlen erwirtschaftet. Da kann der Arbeitgeber ruhig was davon rüberwachsen lassen."

Konkret fordert Verdi fünf Prozent mehr Geld, eine überproportionale Anhebung der unteren Einkommen und mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Etwa 450 Beschäftigte zählt die Telekom aktuell im Stadtgebiet Weiden, sagt der Verdi-Vertreter. 75 Prozent davon seien gewerkschaftlich organisiert.

Auch Mitarbeiter in Kempten, Schweinfurt und Traunstein streiken am Dienstag. Die Folge: "Den Vertrieb und die Kundenberatung der Telekom zu erreichen, dauert gerade noch länger als sonst", sagt Schaumberger.
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