Abschied von Gerhard Ludwig und Wolfgang Eck
Für Nordoberpfalz viel bewegt

Prächtige Stimmung beim Abschiednehmen: Gerhard Ludwig mit Ehefrau Uschi (dazwischen IHK-Gremiumsvorsitzender Bernd Fürbringer), Edeltraud und Wolfgang Eck sowie sein Nachfolger Florian Rieder als Geschäftsführer des IHK-Gremiums (von links). Bild: Götz

Mit Wucht und Durchschlagskraft gaben sie über Jahrzehnte der Interessensvertretung der regionalen Wirtschaft ein Gesicht. Auch an deutlichen Worten gegenüber München und Regensburg fehlte es nicht. Das IHK-Gremium Weiden dankte mit "Respekt und Verbundenheit" für das starke Engagement.

Zwölf Jahre lang führte Gerhard Ludwig das IHK-Gremium Weiden, 25 Jahre gehörte er ihm als Mitglied an. Mit Wolfgang Eck, der die IHK-Geschäftsstelle für die Nordoberpfalz von 1993 an über zwei Jahrzehnte leitete, verstand sich Ludwig als "eingespieltes Team". Bernd Fürbringer, Vorsitzender des IHK-Gremiums, würdigte bei einem Empfang in der "Villa" die Verdienste der beiden Persönlichkeiten. Er betonte vor allem den Blick über den regionalen "Tellerrand", mit dem sich die Politik ansonsten noch schwer tue (vom Digitalen Gründerzentrum in der Oberpfalz abgesehen).

"Sie haben vorbildlich für die Region gekämpft", lobte Fürbringer die von Ludwig 2003 verbreitete "Aufbruchstimmung". Die Laudatio sparte auch nicht die zuweilen kritische und fordernde Position Ludwigs gegenüber München aus, besonders, als es um die damalige Fachhochschule und die Verstaatlichung der EDV-Schule Wiesau ging. "Beide Bildungseinrichtungen sind heute starke Treiber in der Region." Gleichermaßen hob Fürbringer das "erfolgreiche Wirken und den Einsatz für die Region" von Wolfgang Eck hervor.

"Ich bin gerne IHK-Vorsitzender gewesen", bekannte Ludwig. Die Nordoberpfalz habe sich positiv entwickelt, sei vorwärtsgekommen. Er nannte dabei die Verbesserung der Bildungsqualität und des regionalen Images sowie die Behörden-Verlagerung. Bei der besonders in Weiden vorherrschenden Arbeitslosigkeit sah er ein "qualitatives Problem". Insgesamt stelle die Nordoberpfalz ein Zentrum für Intralogistik und Hallen-/Maschinenbau in Deutschland dar. Ludwig appellierte an die Unternehmen: "Bitte engagiert euch, denn von allein passiert gar nichts." "Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht", unterstrich auch Wolfgang Eck. "Wir haben den Begriff Armenhaus weggebracht und sind heute eine prosperierende Region." Dennoch sei er froh, jetzt im Ruhestand zu sein. "Seid offensiv: Man glaubt nicht, was man alles erreichen kann, wenn man penetrant genug ist."

Wir dürfen uns von den Regensburgern nicht unterkriegen lassen.Gerhard Ludwig, Vorsitzender des IHK-Gremiums Weiden von 2003 bis 2015


Die Oberpfalz hört nicht bei Konnersreuth auf.Bernd Fürbringer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Weiden
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