Ärzteverbund Oberpfalz Nord übt Kritik an Terminservicestellen
Arzt vor Ort mit mehr Ahnung

Dr. Marcus Grüner (rechts) löst Dr. Nikolaus Globisch als Geschäftsführer der Aevon Versorgungsmanagement GmbH ab. Sie schließt die Verträge für das Praxisnetz ab. Bild: hfz
Neue Bürokratie droht die hohe Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung zu erschweren, klagt der Ärzteverbund Oberpfalz Nord. Konkret spielten die Mitglieder bei ihrer jährlichen Versammlung auf die Terminservicestellen an, die das sogenannte Versorgungsstärkegesetz fordert.

Dr. Matthias Loew stellte in diesem Zusammenhang klar, dass seiner Meinung nach nur die niedergelassenen Ärzte vor Ort die medizinische Situation der Patienten adäquat beurteilen können. Deswegen sehe sich der Ärzteverbund als primärer Ansprechpartner für seine Patienten und werde sich auch weiterhin engagiert für eine hochwertige ambulante Versorgung einsetzen.

Vorsitzender Dr. Marcus Grüner ging in seinem Jahresrückblick besonders auf die regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkel, den Oberpfälzer Netztag sowie auf Patientenveranstaltungen wie die Teilnahme am Schlaganfalltag oder am Hypoglykämietag ein. Die Mitgliederversammlung sprach sich einstimmig dafür aus, dass sich der Ärzteverbund um die finanzielle Förderung des vom Gesetzgeber angekündigten Innovationsfonds bemühen wird. Der Netzmanager Dr. Thomas Koch stellte die dafür notwendigen Bedingungen vor. Vorstand Dr. Sven Heimburger machte deutlich, dass die in diesem Jahr anstehenden anspruchsvollen Aufgaben auf möglichst viele Schultern verteilt werden sollten.

Zum ärztlichen Leiter des Ärztenetzes wurde Dr. Marcus Grüner ernannt, der gleichzeitig Dr. Nikolaus Globisch als Geschäftsführer der Aevon Versorgungsmanagement GmbH ablöst. Sie ist ein Zweckbetrieb, der für das eigentliche Praxisnetz wirtschaftliche Verträge abschließt.
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