Anton Hösl übergibt Leitung des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung an ...
Vertrauen mit Leistung honoriert

Gut gelaunt auf zu neuen Taten (von links): Präsident Dr. Klement Aringer, Bürgermeister Jens Meyer, Landrat Wolfgang Lippert, der neue Amtsleiter Oliver Schrempel, Landrat Andreas Meier, Susanne Schrempel, Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer, stellvertretender Amtsleiter Joachim Gesierich sowie Franziska und Anton Hösl, der das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung verlässt und in den Ruhestand tritt. Bild: Wieder

Amtsleiter. Das sei das Ziel eines jeden angehenden Beamten, betont Oliver Schrempel. Der Leitende Vermessungsdirektor sieht sich in Weiden am Ziel: Er führt seit 1. Mai als Nachfolger von Anton Hösl jenes Amt, das er schon als Referendar kennen- und schätzen lernte. Sein Ausbilder damals: Anton Hösl.

Dr. Klement Aringer, Präsident des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, verabschiedet am Montag Hösl in den Ruhestand und führt Schrempel offiziell als Amtsleiter in Weiden ein. In seinem Festvortrag schildert Aringer den rund 160 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Behörden die zahlreichen neuen Aufgaben, die sich auch in der neuen Bezeichnung "Amt für Digitalisierung Breitband und Vermessung" manifestiere. Dem Landesamt wurde etwa das IT-Dienstleistungszentrum des Freistaates mit 350 Mitarbeitern angegliedert, das wesentlich an der Abwicklung der Agrarförderung in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro oder auch bei der Stimmauszählung bei Wahlen beteiligt ist.

Mit dem Breitbandzentrum in Amberg, dessen erster Leiter Oliver Schrempel war, unterstützen die Ämter die Kommunen beim Breitbandausbau. Bei dieser Aufgabe sei die traditionell gute Zusammenarbeit mit den Kommunen ein großer Pluspunkt. "Die Amtsleiter fungieren dabei als Breitbandmanager." 64 der 65 Kommunen im Bereich des Vermessungsamtes Weiden seien in das Verfahren eingetreten. "Diese Aufgaben wurden übrigens ganz ohne Personalmehrung übernommen."

130 neue Stellen


Mit der Behördenverlagerung kommen 220 Stellen aus dem Landesamt in ländliche Regionen, davon 60 Stellen nach Windischeschenbach und 70 nach Waldsassen. Dort entstehen Zentren für die digitale Kartenherstellung. "Auch diese Aufgabe fordert uns ordentlich." Zehn Auszubildende aus der Region treten zum 1. September Dienst in Windischeschenbach an. "Bei allen neuen Herausforderungen, die Digitalisierung, Breitband, Wlan und ,BayernLabs' für unsere Verwaltung mit sich bringen, ist und bleibt unsere Kernkompetenz die Vermessung und damit untrennbar die zusammenhängende Erfassung von Geobasisdaten als Grundlage sämtlicher Informationen, die sich mit einem bestimmten Ort verbinden." Im Bereich des Amtes Weiden seien 269 000 Flurstücke verzeichnet. Dies bedeute ein Arbeitspensum von 2300 Grundstücks- und Gebäudevermessungen jährlich.

In den letzten 20 Jahren seines Berufslebens war Hösl Amtsleiter, zunächst in Tirschenreuth, dann in Eschenbach, das er im Zuge der Verwaltungsreform auflösen musste. Seit 2008 führte er das Amt in Weiden (mit Außenstelle Tirschenreuth), das 62 Bedienstete und 14 Außendienstgruppen zählt. Er sei stolz darauf, so Hösl dass die Leistungsbilanz an all seinen Ämtern stets "sehr erfolgreich und bayernweit überdurchschnittlich" gewesen sei. "Wir waren gut aufgestellt. Wir konnten unsere Aufträge und Projekte aus eigener Kraft gut bewältigen. Das ,Ich' wurde durch das ,Wir' in allen Entscheidungen ersetzt, ohne eine gewissen Eigenständigkeit aufzugeben." Hösl dankte besonders dem Personalrat für die "objektive Einschätzung des Möglichen und die sehr angenehmene Zusammenarbeit".

Stellvertretender Personalratsvorsitzender Anton Maier sprach dem scheidendem Amtschef den Dank der Mitarbeiter aus. Er bat den Nachfolger, "so wie Hösl", die Tür für die Mitarbeiter stets offen zu halten.
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