Arbeitsagentur nutzt ersten europaweiten "European Employers' Day" bei neuem Fahrradhändler
Fahrradexperten gesucht

Die ersten Räder stehen schon montiert in den Regalen. Bald kommen Tausende dazu. Sie müssen für Versand und Verkauf vorbereitet werden. Die Arbeitsvermittlerinnen Kerstin Nowak (links) und Regina Ram schauen sich um, damit sie Vermittlungsvorschläge machen können. Niederlassungsleiter Enrico Knobloch präsentiert mit Lagerfachkraft Manuel Feslmeier ein vormontiertes Mountainbike. Bild: sbü

Schon wieder ein Aktionstag, sagen viele. Andere freuen sich einfach, ein Thema publik machen zu können. Am ersten europaweiten "European Employers' Day" sollen Arbeitsagenturen gezielt Klein- und Mittelbetriebe aufsuchen und für die Einstellung von Arbeitslosen werben. Das tun sie bei Fahrradhandel Rabe.

Viel Arbeit kommt auf die Arbeitsagentur zu. Im Weidener Industriegebiet Brandweiher hat sich Anfang Februar ein großer Fahrradhändler neu angesiedelt. Das Zentrallager für den Online-Handel und für derzeit fünf und demnächst sechs Verkaufsstellen von Rabe Fahrradhandel GmbH wird von München nach Weiden verlagert. "Wir brauchten Platz und suchten die Nähe zu den Premiumherstellern Cube und Ghost", sagt Niederlassungsleiter Enrico Knobloch. Am 23. April wird eröffnet. Doch noch fehlt Personal.

Bis zu 20 Arbeitnehmer sollen künftig in der Dr.-Müller-Straße beschäftigt werden. Eingerichtet werden derzeit sowohl das große Zentrallager für 4000 Fahrräder sowie ein stationärer Fahrrad-Einzelhandel mit Service. "Wir führen alle wichtigen Marken, allerdings nicht solche im untersten Preissegment", sagt Knobloch. In Weiden sollen künftig die Räder vormontiert werden, damit diese weitgehend "fertig" an den Endverbraucher geliefert werden können. Die ersten 700 Räder befinden sich bereits im Hochregallager.

Zwei Kräfte vermittelt


Getrennt vom Lager soll eine gesonderte Halle den Verkaufsraum beherbergen. Noch steht er leer, es fehlt das Personal. Mechaniker und Verkäufer sollen eingestellt werden, aber sie sollten "Fahrraderfahrung" haben. Es gäbe zwar einige Bewerbungen, sagt Knobloch, doch es fehle Fachwissen.

Zwei Arbeitnehmer konnte Arbeitsvermittlerin Kerstin Nowak von der Agentur für Arbeit in Weiden schon vermitteln. Eine Fachkraft für Lagerlogistik ist fest eingestellt, eine weitere ist in Erprobung. "Wir wollen auch ausbilden", kündigt Knobloch an. Ein Meister mit Ausbildungsberechtigung sei vorhanden. Für Arbeitsvermittlerin Nowak stellt sich eine schwierige Aufgabe, denn "der Arbeitsmarkt in den Mechanikerberufen ist absolut leergefegt. Wir werden das komplette Qualifizierungsinstrumentarium einsetzen müssen".

Behindertengerechte Jobs


Etwas mehr Hoffnung verspricht Regina Ram vom Arbeitgeberservice als Expertin für die Eingliederung von Schwerbehinderten: "Sie sind auf behindertengerechten Arbeitsplätzen voll leistungsfähig. Und ein großes Spektrum an Fördermöglichkeiten steht dafür zur Verfügung." Knobloch zeigt sich bereit, Einarbeitungsphasen abzuwarten. Denn erst 2018 gelte als Zielgröße für den Endausbau.
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