Arbeitsmarkt-Zahlen
Oberpfalz knackt die Drei-Prozent-Marke

Symbolbild: dpa

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt präsentiert sich in den verschiedenen Regierungsbezirken im Freistaat unterschiedlich: Während in Oberbayern, Schwaben, der Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, zeigen sich in Niederbayern und Unterfranken im Vorjahresvergleich Anstiege in den absoluten Arbeitslosenzahlen.

Nürnberg. Maßgeblichen Einfluss auf diese Anstiege der Arbeitslosigkeit haben Flucht und Migration der letzten Monate und die Registrierung dieser Kunden in den unterfränkischen und niederbayerischen Arbeitsagenturen und Jobcentern.

Die Oberpfalz hat es im Juni mit einer Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent unter die Marke von drei Prozent geschafft. Dicht dahinter befinden sich die Regierungsbezirke Niederbayern und Schwaben mit einer Quote von 3,0 Prozent auf Platz zwei. An dritter Stelle steht Oberbayern mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. Mit einer Quote von 3,2 Prozent folgt Unterfranken direkt im Anschluss. Mit etwas Abstand finden wir Oberfranken mit einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent an fünfter Stelle. Schlusslicht bleibt nach wie vor Mittelfranken mit einer Quote von 4,1 Prozent. Jedoch hat sich der Regierungsbezirk, wie auch den Monaten zuvor, deutlich zum Vorjahr verbessert (-0,2 Prozentpunkte) und setzt damit seine Aufholjagd weiter fort.


Arbeitslosenzahl in Bayern sind auf historisches Tief


Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist auf knapp 234 000 zurückgegangen. Im Juni waren rund 8300 Menschen weniger erwerbslos als im Mai, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Quote sank um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent. «Das ist die niedrigste jemals in Bayern gemessene Quote», sagte Behördenchef Markus Schmitz. Der bayerische Arbeitsmarkt sei «kerngesund, robust und aufnahmefähig». Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Arbeitslosenzahl um knapp 5000 zurück.

Die Integration von Flüchtlingen in den bayerischen Arbeitsmarkt klappt besser als gedacht. Im ersten Halbjahr 2016 haben knapp 12 000 Asylbewerber, Geduldete und anerkannte Flüchtlinge einen Job gefunden. Das geht aus Zahlen hervor, die die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in München vorstellte. Die bayerische Wirtschaft, die Staatsregierung und die BA hatten sich das Ziel gesetzt, in diesem Jahr 20.000 und bis 2019 weitere 40 000 Flüchtlinge in Arbeit zu bringen. «Aus meiner Sicht werden wir das Ziel erreichen», sagte Markus Schmitz, Chef der Regionaldirektion.

Er wies jedoch auch darauf hin, dass ein Großteil der Beschäftigten erfahrungsgemäß nur einem Helferjob nachgehe. Deshalb müsse das Ziel jetzt sein, diese Menschen weiterzuqualifizieren.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit wegen der Flüchtlinge wird in diesem Jahr nicht erwartet. Stattdessen soll sie sich auf dem Niveau von 2015 bewegen, als gut 256 000 Menschen erwerbslos waren. Klar ist aber auch, dass die Migration die Statistik dämpft: «Wir hätten ohne Flüchtlinge natürlich deutlich weniger Arbeitslosigkeit», sagte Schmitz. Im Juni waren in Bayern 26 114 Menschen aus den 15 Haupt-Asylzugangsländern ohne Arbeit. Unter ihnen sind laut BA aber viele Jobsuchende, die schon vorher hier gelebt haben. Von jenen Menschen, die während der Flüchtlingskrise gekommen sind, waren im Juni 14 412 erwerbslos.
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