Bürgermeister Josef Reindl dementiert Gerüchte um Swingerclub in Holzhammer - rechtliche Frage
Heißes Thema für Holzhammerer

Erotische Weihnachten? So schnell wird es sicherlich keinen Swingerclub in Holzhammer geben. Bisher handelt es sich lediglich um Gerüchte. Bild: Hartl

Erst im Rampen- und bald im Rotlicht? In Holzhammer brodelt im Moment die Gerüchteküche. Angeblich soll dort ein Swingerclub entstehen. Vom Bürgermeister kommt zum aktuellen Zeitpunkt ein klares Dementi.

Ein Anhänger war der Auslöser für den Zündstoff. Denn auf diesem soll eine eindeutige Werbung angebracht gewesen sein. Eine, die auf die Öffnung eines Swingerclubs in Holzhammer hindeuten soll. Bisher sind das aber nicht mehr als Gerüchte.

Von diesen hat auch Schnaittenbachs Bürgermeister Josef Reindl gehört. Auf Nachfrage der AZ erklärte er allerdings: "Der Verwaltung ist derzeit nichts bekannt." Es habe bisher weder eine Gewerbeanmeldung, noch eine Nutzungsänderung für das Gebäude gegeben. Angeblich soll der Swingerclub in einem Privathaus entstehen, in dem vor kurzem eine neue Mieterin eingezogen ist. Bisher gibt es aber keine konkreteren Anhaltspunkte.

Rechtlich erlaubt

Sicher scheint jedenfalls, dass es kein Bordell oder ähnliches geben wird. Denn der Bürgermeister verwies auf die Verordnung über das Verbot der Prostitution Bayern. Tatsächlich heißt es darin: "In Gemeinden bis zu 30 000 Einwohnern ist es verboten, der Prostitution nachzugehen. Die Regierungen können durch Rechtsverordnung in besonders begründeten Fällen einzelne Gemeinden mit deren Zustimmung ganz oder teilweise von dem Verbot ausnehmen." Holzhammer ist also definitiv zu klein.

Michael Siefener, Pressesprecher des bayerischen Innenministeriums, erklärte allerdings: "Ein Swingerclub per se fällt nicht unter die Verordnung." Das bedeutet: Rein gesetzlich sei es kein Problem, wenn sich Pärchen "zum ungezwungenen Austausch" in Holzhammer träfen. Problematisch wäre es dann, wenn es beispielsweise eine Ungleichheit bei der Geschlechterverteilung gebe und deshalb "professionelle Hilfe" dazu gebucht werde.

In Freudenberg gab es vor sechs Jahren ähnliche Aufregung. Die Hammermühle ist damals in das Blickfeld eines Interessenten gerückt, der damit geliebäugelt hatte, einen Swingerclub im ehemaligen Hotel-Restaurant zu betreiben. Mittlerweile ist dort das Gemeindezentrum untergebracht. Bürgermeister Alwin Märkl, der damals noch Gemeinderat war, erinnert sich, dass es einen Interessenten gab. Der habe die Hammermühle aufgrund der Parkplätze und der Abgelegenheit auserkoren. Letztendlich sei die Idee eines Swingerclubs aber wohl auch an der fehlenden Liquidität des vermeintlichen Käufers gescheitert.
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