Bungalow-Dorf für Senioren
Wohnen am Weidingsbach

Heiner Schreml in einer tragenden Rolle. Er plant für Helga Lutz die Bungalows zwischen Weidingweg (rechts oben, dort liegt auch das Gebäude mit Carport und Energiezentrale) und Weidingbach (unten). Am Ende der Erschließungsstraße entsteht der Gemeinschaftspavillon. Bild: Wieder

Keine Einwände. Der Bau- und Planungsausschuss genehmigte einstimmig acht Bungalows am Weidingweg. Doch dort entsteht mehr als nur eine Wohnanlage. Im Bungalow-Dorf sollen sich ältere Menschen wohlfühlen. Und dafür gibt es auch besondere Ideen.

Vor vier Monaten erhielt Architekt Heiner Schreml von Helga Lutz den Auftrag, auf ihrem Grundstück zwischen Weidingbach und Weidingweg eine Wohnanlage für ältere Menschen zu planen. Nach der Baugenehmigung wird die Grundstückseigentümerin im Frühjahr mit dem Bau beginnen. Zu Weihnachten ist die Gesamtanlage bezugsfertig. Das Investitionsvolumen beträgt zwei Millionen Euro.

Grundstück am Bach


Das Grundstück von 4227 Quadratmetern Fläche liegt direkt am Weidingbach. Eine grüne Waldkulisse schließt das Grundstück im Süden ab. Im Norden führt der Weidingweg vorbei. Durch das leicht abfallende Gelände von rund zwei Metern auf 100 Meter Länge und durch die nach Süden aufgeklappten Pultdächer sind die Häuser völlig lärmgeschützt im Wiesengrundstück, einem Dorf ähnelnd, angelegt.

Alle Gebäude sind aus Holz gebaut. Sie sind ebenerdig, barrierefrei und behindertengerecht, ausgestattet mit Fußbodenheizung und Außenraffstores. Die Fenster werden dreifach verglast. Die Wohnfläche von sieben Häusern beträgt jeweils 99 Quadratmeter. Das achte Haus ist etwas kleiner. In einem Carport, gleich an der Zufahrt zum Grundstück, werden die Fahrzeuge der Bewohner abgestellt, die aber auch ihre Häuser direkt anfahren können. Hinter jedem Abstellplatz liegt ein abschließbarer Raum für Fahrräder, Autoreifen und Sportgeräte. Ebenfalls direkt an der Einfahrt befindet sich die Heiz- und Energiezentrale, die unter anderem alle Wohnhäuser über eine leistungsstarke Luft-Wärmepumpe mit Fernwärme versorgt.

Gemeinschaft stärken


"Eine Besonderheit ziert die gesamte Gemeinschaftswohnanlage", erklärt der Architekt. "Am Ende der Erschließungsstraße steht ein rundum verglaster, sechs mal sechs Meter großer Gemeinschaftspavillon für 28 Personen." Dort können sich die Bewohner zum gemeinsamen Frühstück, zum Nachmittagskaffee oder zum gemeinsamen Fernsehschauen am Abend zusammenfinden. Der Pavillon lässt sich großflächig zum Fahrzeugwendeplatz öffnen. Dann dient er als Bühne für Theateraufführungen, Vorträge, Lesungen, Musikdarbietungen, den Auftritt eines Clowns oder Zauberers.

Fast ein Viertel des Grundstücks muss für ein mögliches Jahrhunderthochwasser freigehalten werden. Dafür kann diese Wiese als Freizeitfläche genutzt werden. "Die Bewohner in einer Gemeinschaft unterstützen sich gegenseitig", wünscht sich Schreml. "Sie können aber auch eine Pflegeperson im Haus mit eigenem Raum und Nasszelle beherbergen."
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